Olympia
Bernhard Gruber holt Bronze, Demong schreibt Geschichte
Whistler – Bravo Bernhard Gruber! Der Salzburger holte bei seinem zweiten Antreten bei diesen Olympischen Spielen seine zweite Medaille. Nach Gold im Teambewerb eroberte Gruber bei der Einzelkonkurrenz der Nordischen Kombinierer von der Großschanze Bronze. Der 27-Jährige musste sich lediglich den US-Amerikanern Bill Demong und Johnny Spillane, der seine dritte Silbermedaille in Vancouver einfuhr, geschlagen geben. Für die USA die erste Goldene in der Nordischen Kombination bei Olympischen Spielen überhaupt.
Auch die anderen Österreicher stark. Christoph Bieler rechtfertigte seine Nominierung mit Rang sieben („Es hat heute wieder Spaß gemacht, zu laufen“), Mario Stecher wurde Achter.
„Es ist einfach nur schön. Am Podest oben zu stehen, ist die Bestätigung für die viele harte Arbeit“, strahlte Gruber. Den Grundstein zur Bronze-Medaille legte er im Springen. Mit 134,0 Metern hängte er die Konkurrenz ab und ging mit 34 Sekunden Vorsprung in die Loipe. Die beiden Amerikaner arbeiteten zusammen, liefen in der zweiten Runde auf den Österreicher auf. Der ließ sich aber nicht abschütteln und blieb bis zum letzten Anstieg dran. Dort setzte sich Demong ab, Spillane konnte so wie der ÖSV-Athlet nicht mithalten. „Ich konnte nicht mehr mitlaufen. Aber das ist mir egal, ich bin einfach nur überglücklich“, konnte der Pongauer gut damit leben.
Gruber setzte mit dem dritten Platz einen glanzvollen Schlusspunkt unter sein persönliches Olympia-Märchen. Eigentlich war er nur als Ersatzmann mit nach Vancouver gereist. „Ehrlich gesagt habe ich vor den Spielen nicht daran geglaubt. Heute werde ich noch ein paar mal mit den Tränen kämpfen müssen!“
Pech hatte Felix Gottwald. Er wurde beim Springen vom Wind verweht und landete auf Rang 40. So wie die anderen Mitfavoriten Jason Lamy Chappuis oder Magnus Moan. Gottwald stellte immerhin noch die beste Laufzeit auf und verbesserte sich von Platz 40 auf 17. (pim)
aktualisiert: Di, 11.05.2010 10:40




