WM
Oranje zitterte sich ins Finale - 3:2 gegen Uruguay
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Die Entscheidung zugunsten der Niederlande führten innerhalb von vier Minuten Wesley Sneijder (70.) und Arjen Robben (73.) herbei. Foto: gepa
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Kapstadt – Die Niederlande stehen zum dritten Mal im Finale einer Fußball-WM. Die Niederländer setzten sich am Dienstag im Halbfinale gegen Uruguay etwas glücklich mit 3:2 (1:1) durch. Die Tore vor 64.000 Zuschauern im Green Point Stadium von Kapstadt erzielten Kapitän Giovanni van Bronckhorst (18.), Regisseur Wesley Sneijder (70.) und Arjen Robben (73.) bzw. Diego Forlan (41.) und Maxi Pereira (92.). Im Finale treffen die Oranjes entweder auf Europameister Spanien oder Deutschland.
Die Entscheidung brachte ein Doppelschlag innerhalb von 180 Sekunden. Glückskind Sneijder erzielte erst mit einem leicht abgefälschten Schuss ins lange Eck sein fünftes WM-Tor. Solostürmer Robin van Persie berührte den Ball zwar nicht, hatte in Abseitsposition aber Uruguay-Keeper Fernando Muslera irritiert. Nichts zu hinterfragen gab es dagegen beim 3:1 durch Robben, der eine mustergültige Flanke von Dirk Kuyt einköpfelte. Der Anschlusstreffer durch einen verdeckten Schuss von Pereira kam für den zweifachen Weltmeister zu spät.
Vor der Pause hatte Van Bronckhorst die Niederländer mit einem sehenswerten Treffer in Führung gebracht. Der 35-jährige Linksverteidiger, sonst nicht gerade als Torschütze vom Dienst bekannt, knallte einen Ball aus 35 Metern via Innenstange genau ins rechte Kreuzeck. Die ersatzgeschwächten Uruguayer schlugen durch ihren Topstar zurück. Forlan erzielte aus der Distanz sein viertes Turniertor, nachdem er zu wenig hartnäckig attackiert worden war. Oranje-Keeper Maarten Stekelenburg hatte beim zentral angetragenen Schuss ebenfalls nicht gut ausgesehen.
1:1 zur Halbzeit
Der niederländische Teamchef Bert van Marwijk hatte in der Offensive von Beginn an seinen Stammkräften um Sneijder und Robben vertraut. In der Defensive ersetzten Khalid Boulahrouz und Demy de Zeeuw die gesperrten Gregory van der Wiel und Nigel de Jong. Uruguay musste in der Innenverteidigung auf seinen am Knie verletzten Kapitän Diego Lugano verzichten, dafür kehrte Diego Godin nach einer Muskelverletzung ins Team zurück.
In Abwesenheit des gesperrten Torjägers Luis Suarez vertraute Teamchef Oscar Tabarez auf eine 4-4-2-Formation mit Kapitän Forlan und Edinson Cavani an vorderster Front. Durch die defensive Ausrichtung hing das Duo in der ersten Hälfte aber lange Zeit in der Luft, in der Anfangsphase spielten fast nur die Niederländer. Ein erster Warnschuss von Dirk Kuyt nach einer kurz abgewehrten Flanke von Arjen Robben ging über das Tor (4.).
Nach dem Traumtor von Van Bronckhorst musste auch Uruguay mehr nach vorne tun. Der erste Torschuss von Alvaro Pereira brachte noch keine Gefahr (36.), der zweite von Forlan war schon im Netz. Nach Seitenwechsel sorgte ein missglückter Boulahrouz-Rückpass für eine weitere Schrecksekunde, den folgenden Heber von Cavani köpfelte Van Bronckhorst aber sicher aus der Gefahrenzone (51.). Stekelenburg war bereits aus seinem Tor, bei einem Freistoß von Forlan allerdings auf dem Posten (67.).
Anschlusstreffer in der Nachspielzeit
Die Uruguayer hatten in dieser Phase mehr vom Spiel, die erste Großchance auf das 2:1 aber die Niederländer. Nachdem Muslera einen Schuss des eingewechselten Rafael van der Vaart pariert hatte, nebelte Robben den Nachschuss aus aussichtsreicher Position über das Tor (68.). Sneijder hatte zwei Minuten später mehr Glück. Nach seinem Kopfball-Treffer hatte Robben im Konter sogar die Chance auf die endgültige Entscheidung, ließ diese aber aus (86.). Die Urus warfen nach dem späten Anschlusstreffer in der Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne, blieben aber unbelohnt.
Der Weltmeister von 1930 und 1950 muss sich damit mit dem Spiel um Platz drei begnügen. Die Südamerikaner waren schon 1954 und 1970 im Halbfinale gescheitert. Die Niederländer dagegen stehen zum dritten Mal nach 1974 und 1978 im WM-Endspiel. Dort soll nun auch endlich der erste Titel her. Die Oranjes haben bereits seit 25 Spielen nicht mehr verloren. Auf dem Weg ins Finale nach Johannesburg haben sie alle 14 Pflichtspiele gewonnen - inklusive Qualifikation. (APA)
aktualisiert: Mi, 16.02.2011 10:16




