Innsbruck
Innsbrucker Feuerwehr will eigene Bezirksleitstelle
Innsbruck – 1650 Notrufe registrierte die Leitstelle Tirol beim Unwetter am 17. Juli. Die Innsbrucker Berufsfeuerwehr (BFI), verstärkt durch 19 Feuerwehren aus Stadt und Land, musste laut Martin Gegenhuber zwischen 14.30 Uhr und 1.30 Uhr mit 400 Mann 450 Einsätze abarbeiten. Seit der Gründung der Leitstelle Tirol habe die Feuerwehr aber keine Bezirksleitstelle mehr, kritisiert Bezirkskommandant Anton Larcher. Bei Großschadensereignissen müsse man mit Laptops eine Einsatzleitung improvisieren, für jedes Alarmfax der Leitstelle müsse ein Melder zum Drucker in die Feuerwehrhalle rennen. „Das kann nicht sein.“
Die Einsätze müssen rasch nach Priorität gereiht, die Trupps koordiniert und alles dokumentiert werden. Es dürfe nicht passieren, dass etwas Wichtiges untergehe. Dafür brauche man in der BFI „eine Einsatzleitung mit professioneller Hardware“. Die Kosten beziffert Larcher mit bis zu 200.000 €. Bei einer Sitzung mit Stadtvertretern am Montag ortete er positive Signale. „Dass es Verbesserungspotenzial gibt, ist seit dem 17. Juli auch dem Letzten klar“, sagt auch Gegenhuber. „Das muss man emotionslos analysieren und gemeinsam festlegen.“
Kritik gibt es auch an der Leitstelle, weil Notrufe bis zu vier Minuten in Warteschleifen landeten. Laut Geschäftsführer Martin Eberharter wurde nachalarmiert, alle 20 Plätze wurden besetzt. Bei absehbaren Unwettern wäre es aber besser, „schon ein volles Haus zu haben, wenn es losgeht“, räumt er ein. (er)






