Innsbruck
Shopping-Duell: Benkos „West“ sagt Konkurrenz den Kampf an
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16.000 Quadratmeter Shopping und eine Bundesschule: Das neue Einkaufszentrum im Westen Innsbrucks öffnet am 20. Oktober.Visualisierung: Signa
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Von Max Strozzi
Innsbruck – Am 20. Oktober startet im Westen Innsbrucks endgültig der Kampf zweier Einkaufstempel um den Shopping-Kunden. Dann nämlich eröffnet René Benko an der Kreuzung Südring/Höttinger Au in Innsbruck seinen neuen Shoppingtempel „West“, nur zwei Kilometer entfernt vom Cyta in Völs. Das im Gebäude integrierte Bundesgymnasium für rund 1000 Schüler wird Februar 2011 seine Pforten öffnen. Mit dem Shoppingtempel sagt Benko dem Cyta ganz offen den Kampf an: „Das West bietet eine attraktive Möglichkeit für all jene, die bisher ins Cyta gefahren sind“, glaubt Großinvestor Benko. Sein Kaufhaus Tyrol im Innsbrucker Stadtzentrum hingegen werde die zusätzliche Konkurrenz „nicht zu spüren bekommen“. Cyta-Geschäftsführer Ernst Pechlaner sieht die Konkurrenz gelassen. „Da hat der Kleine dem Großen den Krieg erklärt“, hatte Pechlaner bereits im Mai verkündet. „Wenn jemand die größere Auswahl haben will, dann wird er zwei Kilometer weiter zu uns fahren“, ist Pechlaner überzeugt.
Über 90 Prozent der 16.000 Quadratmeter Fläche des „West“ seien bereits an Mieter vergeben, schildert Benko. Im Schnitt betrage die Miete 20 Euro je Quadratmeter. Zu den größten Mietern zählen H&M, Hervis, Humanic, New Yorker, C&A sowie Müller. Rund 20 weitere „kleinere Läden“ sichern laut Benko einen „attraktiven Branchenmix“. Schwerpunkt des Einkaufskonzeptes sei „der tägliche Bedarf an Lebensmittel“, so Benko. So ziehen Merkur und Hofer auf der obersten Parkplatzebene im Untergeschoß ein, alleine dort rechnet Benko mit einer Frequenz von 6000 Kunden pro Tag.
Benko sieht das „West“ als klassischen Nahversorger, das sich zum „Stadtteilzentrum“ entwickeln soll. 70 Mio. Euro hat laut Benko der Bau des Objekts inklusive der angrenzenden neuen Schule gekostet. Benko hat rund 49 Mio. Euro in das Einkaufszentrum investiert, das zur Hälfte seiner Signa Holding und zur Hälfte Raiffeisen gehört. Der Rest von 20 Mio. Euro wurde für den Bau der Schule vom Bund finanziert. „Wichtig war uns auch das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit“, sagt Benko. So werde das Objekt mit Hilfe des Innwassers gekühlt und geheizt, dessen Abwärme soll dann das Schulgebäude heizen.
Erst im März hatte Benko das Kaufhaus Tyrol – es gehört zu 50 % der Signa Holding und zu 50 % einem griechischen Investor – eröffnet. Seither habe man dort mehr als 2,7 Mio. Besucher gezählt, erklärt Benko, etwa 90.000 bis 100.000 Besucher pro Woche. Wie es indes mit dem geplanten M99-Einkaufszentrum in Osttirol weitergeht, soll sich in den nächsten Wochen ergeben. Insgesamt habe die Signa Holding heuer über 700 Mio. Euro investiert, so Benko.






