Landeck
Landecker SPÖ zieht Lehren aus dem Wahldebakel
Von Matthias Reichle
Landeck – Das Wahlergebnis der Landecker SPÖ wird Konsequenzen haben. Noch in dieser Woche ruft BM Bertl Stenico zu einem runden Tisch. Der SPÖ-Spitzenkandidat bei der Gemeinderatswahl will eine Diskussion über Themen in Gang setzen. Er werde keine personellen, dafür aber inhaltliche Änderungen in Betracht ziehen, kündigte Stenico an.
Seine Partei hat am Wahlsonntag nicht nur vier Mandate, sondern auch die absolute Mehrheit im Gemeindeparlament verloren. Stenico, der 2004 von 69,81 Prozent der Landecker zum Bürgermeister gewählt worden war, liegt nur noch 13 Prozentpunkte vor seinem Kontrahenten von der ÖVP, Herbert Mayer, der sich 43,51% der Wählerstimmen sichern konnte.
„Auch uns hat der Wahlausgang überrascht“, betonte Stenico zwei Tage nach der Niederlage. Es war das schlechteste Ergebnis der SPÖ, seit er den Bürgermeistersessel übernommen hat. 1998 war es der Partei noch gelungen, 55% der Wähler anzusprechen, 2004 fiel die Wahl mit 61,56% besonders positiv aus, 2010 folgte der Absturz mit 39,62%.
„Zum Teil werden uns wohl auch die Grünen Stimmen gekostet haben“, analysiert Stenico das Ergebnis. Geärgert habe ihn der Wahlkampf der ÖVP, die auch rechte Themen angesprochen hat. Ob das ausschlaggebend war? „Geschadet hat es ihnen nicht“, betont der Bürgermeister und verweist auf das Ergebnis. Jetzt sei die ÖVP gefordert, auch Vorschläge einzubringen, zum Beispiel zur wirtschaftlichen Zukunft, betonte Stenico. Die erste Gemeinderatssitzung wird zeigen, wie sich das neue Kräfteverhältnis auf das Gesprächsklima auswirkt. Stenico zeigt sich optimistisch. „Es muss nicht zwangsläufig langsamer gehen. Wenn wir auf sachlicher Ebene reden und Gemeinsamkeiten suchen, sehe ich keine Hindernisse.“
Für sich selbst zieht der Bürgermeister derzeit keine Konsequenzen – trotz satter Verluste in der Bürgermeisterwahl, „war es immer noch ein eindeutiges Ergebnis“.






