Innsbruck
Missbrauch: Orden wurden aufgefordert Fälle aktiv anzugehen
Die Diözese Innsbruck fordert von den Ordensgemeinschaften einen aktiven Umgang mit Missbrauchsfällen. 51 wurden bisher gemeldet.
![]() 51 Fälle von Missbrauch oder sexuellem Missbrauch wurden der Ombudsstelle der Diözese Innsbruck bisher gemeldet. Foto: Böhm |
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Innsbruck – Bei der Konferenz der Diözese Innsbruck mit Verantwortlichen der Ordensgemeinschaften seien die Orden grundsätzlich dazu aufgerufen worden, die Aufklärung von Fällen von sexuellem Missbrauch und Gewalt innerhalb von kirchlichen Einrichtungen aktiv anzugehen, erklärte Franz Stocker, Sprecher der Diözese Innsbruck.
Bisher hätte eher ein abwartendes Verhalten vorgeherrscht. Erst wenn eine konkrete Meldung einging, sei der Vorfall untersucht worden. Außerdem sei dazu aufgerufen worden eine Unterscheidung zwischen Fällen von sexuellem Missbrauch und Gewaltmissbrauch zu treffen und dann Fälle von sexuellem Missbrauch vorzuziehen.
Bei aktuellen Fällen wurde dazu aufgerufen, die Kooperation mit der Justiz zu pflegen. Derzeit arbeite die Diözese an der Einrichtung einer Expertenkommission bestehend aus Fachleuten aus dem juridischen und psychotherapeutischen Bereich, die dann auch den Einrichtungen von Ordensgemeinschaften als Anlaufstelle dienen soll.
Bei der Ombudsstelle der Diözese Innsbruck stieg unterdessen auch am Dienstag die Zahl der gemeldeten Fälle weiter.
Am Montagabend waren es bereits 45 bis Dienstagnachmittag waren sechs weitere Meldungen eingegangen, gab Hans Tauscher von der Ombudsstelle an. Mehrer Meldungen hätten auch das Paulinum in Schwaz betroffen. (APA)

















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