14.07.2010, 07:08  Aktualisiert: 16.02.2011, 10:20 

Schwaz

Großbrand im Lackwerk der Firma Adler: 270 Mann im Einsatz

Kurz vor 7 Uhr Früh wurden am Mittwoch alle Einsatzkräfte aus der näheren Umgebung alarmiert: Im Lackwerk Adler ist ein Großbrand ausgebrochen.

Schwaz – Kurz vor 6.30 Uhr ist in der Firma Adler Lackwerk in der Schwazer Bergstraße ein Vollbrand ausgebrochen. Die Ursache ist derzeit noch unklar.

Ein Mitarbeiter eines benachbarten Unternehmens hatte einen Knall gehört. Wenig später schossen Flammen aus einem Rohstofflager. „Das Feuer ist in einem Lager für Collodiumwolle ausgebrochen, das sehr leicht entzündlich ist. Es muss in einem eigenen Bunker gelagert werden und aus Gründen der Sicherheit von anderen Materialen getrennt. Brandabschnittstechnisch war das aber ein Vorteil, sonst hätten wir die Flammen nicht so schnell löschen können“, erklärt der Schwazer Feuerwehrkommandant Karl Rinnergschwentner.

Binnen Minuten waren alle Einsatzkräfte im Umkreis alarmiert. 270 Florianijünger von insgesamt 14 Feuerwehren standen mit 48 Fahrzeugen im Einsatz. Unter den Feuerwehren waren auch Spezialkräfte von den Firmenfeuerwehren Sandoz und Swarovski, die auf diese Art von Bränden spezialisiert sind. Schon nach kurzer Zeit konnte Brandaus gegeben werden.

Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich keine Mitarbeiter in der Firma, wie die Unternehmenssprecherin Claudia Berghofer gegenüber der APA angibt. Sie lobte vor allem die enge Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften. „Der Ernstfall wurde bereits mehrfach geübt und das hat sich jetzt bewährt“, so Berghofer erleichtert. Seit 9 Uhr kann wieder gearbeitet werden. Das Unternehmen bleibt auch lieferfähig, weil Lagerbestände für mehrere Wochen bestehen, gibt die Unternehmenssprecherin an.

Gefahr durch giftige Dämpfe bestand weder für Menschen noch für die Umwelt. Insgesamt entstanden nicht mehr giftige Dämpfe, wie bei Bränden mit anderen Materialien ( z. B. Papier oder Holz), betont Rinnergschwentner. Für die Dauer des Einsatzes musste die B171 gesperrt werden.

Derzeit sind die Brandermittler vor Ort, die die Ursache für das Feuer feststellen sollen. (red)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mi, 14.07.2010  07:08
aktualisiert: Mi, 16.02.2011  10:20
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