Imst
Serbe ging mit Ehefrau und Baby in Tirol auf Einbruchstour
Oetz – Einen regelrechten Serieneinbrecher hat die Polizei in Oetz geschnappt: Der 32-jährige Serbe war aber nicht allein auf Tour, sondern zog auch seine Frau und das sechs Monate alte Baby mit in seine kriminellen Machenschaften.
Auf die Spur kam die Oberländer Polizei dem Täter nach einem Einbruch in Sölden Ende Jänner, bei dem eine größere Menge Euromünzen gestohlen wurde. Die zuständigen Sachbearbeiter informierten nach dem Einbruch sofort alle Geldinstitute, im Falle eines Wechselversuchs besonders aufmerksam zu sein.
Tatsächlich meldete sich einen Tag später ein Postbediensteter aus Oetz, bei dem ein Mann zuvor rund 1500 Euro Münzgeld gewechselt hatte. Eine sofort eingeleitete Fahndung brachte auch den gewünschten Erfolg: Die Polizisten stoppten den 32-jährigen Verdächtigen noch im Postamt. Er war in Begleitung seiner Lebensgefährtin, einer 33-jährigen Österreicherin und ihrem sechs Monate alten Kind.
Alle drei wurden zum Zweck der Überprüfung mit auf die Dienststelle der Polizei genommen, wo der Serbe sofort einen Fluchtversuch startete und aus dem 1. Stock des Hauses sprang. Er konnte aber umgehend wieder festgenommen werden. Bei dieser Festnahme wehrte sich der Mann so massiv, dass er zwei Polizisten verletzte.
Weil der Serbe sich dabei auch selbst verletzte, brachten ihn die Polizisten zunächst ins Krankenhaus nach Zams, wo er erneut einen Fluchtversuch startete. Mit Unterstützung des Pflegepersonals konnte der Mann schließlich von den Beamten überwältigt werden, wobei erneut zwei Polizisten verletzt wurden.
Weshalb der Serbe so renitent versuchte, den Hütern des Gesetzes davonzukommen, stellte sich spätestens nach den Ermittlungen des Landeskriminalamts, das den Fall in Folge übernommen hatte, heraus: Dem Serben konnten mindestens 14 Einbrüche mit einer Gesamtschadenssumme von 60.000 Euro alleine in Tirol nachgewiesen werden.
Er dürfte aber auch in Wien und Umgebung umtriebig gewesen sein: mindestens 30 Einbrüche könnten dort auf sein Konto gehen. Bei einem Teil der Taten dürfte auch die Lebensgefährtin mitgeholfen haben. Weitere Ermittlungen in diese Richtung laufen noch. (red)
aktualisiert: Di, 23.03.2010 20:37






