Zwei Scheiben Brot, mit Raffinesse gefüllt
Ein Klassiker und zwei moderne Variationen
Das Club-Sandwich ist der Klassiker unter den Sandwiches: 4 Scheiben großes, warmes Toastbrot schichtweise mit 30 g Eisbergsalat (mariniert mit 40 g Cocktailsauce), 30 g Radicchio, 1 in Scheiben geschnittenen Tomate, 1 in Scheiben geschnittenen, harten Ei, 4 Scheiben gebratenem Bauchspeck und 200 g gebratener Putenbrust (in Scheiben) belegen. Den Turm in zwei Dreieckshälften zerscheiden. Spieße geben Halt.
„Strammer Max 2012“: Eine Scheibe angetoastetes Schwarzbrot wird bei dieser Kreation von Roland Geisberger mit 5 Stangen Löwenzahn, 5 gekochten Stangen grünen Spargels, 120 g rosa gebratenem und in Scheiben geschnittenem Rinderfilet sowie 2 Wachtelspiegeleiern und 20 g Trüffelmousseline garniert. Der originale „Stramme Max“ ist zu erkennen, aber bei dieser Variation wahrlich königlich verfeinert.
„Hummersandwich Europa Stüberl“: Dass das Sandwich noch exklusiver interpretiert werden kann, beweist Geisberger mit diesem Rezept: 1/3 aufgebackenes Ciabattabrot füllt er mit 20 g Friseesalat, 1 halben Mango und 1/3 Avocado (beides in Scheiben) sowie 1/3 Grapefruit rosé (in Spalten) und einem halben gekochten Hummer. Für zusätzlichen Pep sorgen 20 g Kokosmousseline und 10 g Saiblingskaviar.
Innsbruck – Fastfood hat den Geruch minderwertigen Essens. Aber nur weil ein Gericht schnell zubereitet und gegessen wird, sagt das noch nichts über die Qualität aus. Ein selbst und mit Liebe zubereiteter Burger etwa kann etwas Köstliches sein. Gutes Brot, frischer Salat, eine raffinierte Sauce und ein gut gewürztes Fleischlaiberl, das aus hochwertigem Faschiertem geformt wurde. Was soll daran schlecht sein.
Und die Geschichte des Sandwiches (siehe rechts) beweist: Zwei Scheiben Brot, mit Raffinesse gefüllt, können selbst Adelige überzeugen. Und so ist es auch keine Schande für ein gehobenes Haus, wie das Grand Hotel Europa in Innsbruck, ein Club-Sandwich auf der Karte zu führen. Im Gegenteil: „Es gibt weltweit praktisch kein Fünfsternehotel, bei dem das nicht der Fall ist“, erklärt Roland Geisberger, der Küchenchef des Hauses. Als Fastfood könne man die Klassiker-Variante des Sandwiches auch nicht wirklich bezeichnen. „Immerhin muss man eine Hühnerbrust dafür abbraten.“
Für die TT hat der Haubenkoch sich der Herausforderung gestellt, zwei neue Sandwiches zu kreieren, die dem belegten Brot die Krone aufsetzen. Der „Stramme Max 2012“ wartet mit grünem Spargel, Wachteleiern und Rinderfilet auf Schwarzbrot auf. Ein echter Hingucker ist das „Hummersandwich Europa Stüberl“. (chw)






