Salzburg steht vor Meistertitel, Grödig entledigt sich Abstiegssorgen

Sturm kam bei der Austria nur zu einem torlosen Remis. Ried fertigte den WAC mit 4:0 ab.

Neutralisierten sich: Austrias De Paula (l.) und Sturms Piesinger.
© APA

Wien – Tabellenführer Red Bull Salzburg präsentiert sich auf dem Weg zum Meistertitel in der Fußball-Bundesliga weiter hoch konzentriert. Am Samstag gewannen die „Bullen“ gegen den Tabellenneunten Admira ungefährdet 4:0 (2:0). Die seit acht Pflichtspielen ungeschlagenen Salzburger können bei nunmehr 13 Punkten Vorsprung auf den noch fünfmal spielenden Verfolger Rapid allmählich den Meistersekt einkühlen.

Torjäger Jonatan Soriano (12.) und Andreas Ulmer bei seinem 180. Bundesligaspiel (33.), lenkten mit ihren Toren vor 9.747 Zuschauern die Partie bereits in der ersten Hälfte in klare Bahnen. Marcel Sabitzer stellte mit einem Doppelpack innerhalb von einer Minute (66., 67.) den Endstand her.

Die Salzburger haben ihre Hausaufgaben gemacht, nun können sie in aller Ruhe das Sonntag-Spiel zwischen Altach und Rapid beobachten. Bei einem Altach-Sieg oder einem Remis in Vorarlberg wäre Salzburg bei zwölf Punkten Vorsprung aufgrund des viel besseren Torverhältnisses (+54) gegenüber dem ersten Verfolger die Meisterschaft nur noch theoretisch zu nehmen.

WAC wohl ohne CL-Platz-Chance

Die ohnehin schon geringen Chancen des WAC auf eine Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation sind am Samstag weiter gesunken. Die fünftplatzierten Kärntner kassierten durch Tore von Clemens Walch (20.), Petar Filipovic (40.), Denis Thomalla (57.) und Thomas Fröschl (87.) eine 0:4-(0:2)-Auswärtsniederlage gegen die SV Ried.

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Damit könnte die Mannschaft von Dietmar Kühbauer am Sonntag schon acht Punkte hinter Rapid liegen, sofern der Tabellenzweite in Altach gewinnt. Die Aussicht des WAC auf einen Startplatz in der Europa-League-Qualifikation ist zwar nach wie vor nicht schlecht, allerdings ließen die Wolfsberger bei ihrem Auftritt vor 4.700 Zuschauern im Innviertel internationales Format vermissen.

Grödig so gut wie gerettet

Der SV Grödig hat den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga so gut wie sicher. Die Salzburger feierten am Samstag in der 32. Runde einen 4:2-(2:1)-Auswärtserfolg bei Schlusslicht SC Wiener Neustadt und bauten den Vorsprung auf das Tabellenende vier Spiele vor Schluss auf beruhigende zehn Punkte aus. Für die Niederösterreicher rückt hingegen der Abstieg immer näher.

Aufseiten der Grödiger sorgten die kommenden Rapid-Kicker Philipp Huspek (36., 88.), Tomi (28.) und Stefan Nutz (76.) für die Entscheidung und den ersten Sieg nach drei Niederlagen in Folge. Für die Wiener Neustädter war vor 2.350 Zuschauern ein Doppelpack von Reinhold Ranftl (39., 79.), der auch beim 4:4 gegen Sturm Graz am 25. April doppelt getroffen hatte, zu wenig.

Rückschlag für Sturm

Sturm Graz hat am Samstag im Kampf um Rang zwei in der Fußball-Bundesliga nicht vorlegen können. Die Steirer erreichten in der 32. Runde auswärts gegen die Wiener Austria nur ein 0:0 und könnten damit am Sonntag schon fünf Punkte hinter dem Champions-League-Quali-Platz liegen, sollte Rapid in Altach gewinnen.

Dadurch überstand die Austria erstmals im Frühjahr ein Bundesliga-Match ohne Gegentor. Weiter geht es für die Wiener am kommenden Sonntag mit dem Derby gegen Rapid, schon davor soll der Trainer für die kommende Saison feststehen. Die Grazer, die gegen die Austria seit sechs Matches ungeschlagen sind und in den 18 vorangegangenen Duellen mit den Favoritnern immer getroffen hatten, sind seit sieben Meisterschaftspartien ungeschlagen, holten aber aus den jüngsten drei Runden nur drei Punkte. (APA)

Fußball-tipico-Bundesliga (32. Runde):

FK Austria Wien - SK Sturm Graz 0:0

Wien, Generali-Arena, 9.125 (richtig), SR Jäger.

Austria: Hadzikic - F. Koch, Rotpuller, Stronati, Suttner - Holland - De Paula, Grünwald (70. Holzhauser), T. Salamon (57. Meilinger) - Kvasina (80. Royer), Gorgon

Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Kamavuaka, Spendlhofer, Oschtschypko - Piesinger, Offenbacher - Schick (92. Klaric), Beichler (59. Avdijaj), Klem - Gruber (58. Tadic)

Gelbe Karten: F. Koch, Holland, Gorgon bzw. Schick

FC Red Bull Salzburg - FC Admira Wacker Mödling 4:0 (2:0)

Wals-Siezenheim, Red-Bull-Arena, 9.747, SR Klossner.

Torfolge: 1:0 (12.) Soriano

2:0 (33.) Ulmer

3:0 (66.) Sabitzer

4:0 (67.) Sabitzer

Salzburg: Gulacsi - Schmitz, Ilsanker, Hinteregger, Ulmer (75. Schwegler) - Lazaro, Ramalho (80. Djuricin), Keita, Berisha (71. Minamino) - Soriano, Sabitzer

Admira: Siebenhandl - Weber, Schößwendter, Wostry, Auer - Windbichler (89. Blutsch), Lackner - Bajrami, Malicsek (70. Knasmüller), Sulimani - Ouedraogo (80. Grozurek)

Gelbe Karten: Schmitz bzw. Windbichler

SV Ried - WAC 4:0 (2:0)

Ried, Keine-Sorgen-Arena, 4.700, SR Lechner.

Tore: 1:0 (20.) Walch

2:0 (40.) Filipovic

3:0 (57.) Thomalla (Freistoß)

4:0 (87.) Fröschl

Ried: Gebauer - Filipovic (53. Pichler), Trauner, Reifeltshammer - Polverino - Perstaller (69. Burghuber), Ziegl, Elsneg, Kragl - Walch (85. Fröschl), Thomalla

WAC: Dobnik - Berger, Sollbauer (46. Tschernegg), Drescher, Palla - Standfest, Hüttenbrenner - Wernitznig (80. Seebacher), Silvio (60. Trdina), Jacobo - Kerhe

Gelbe Karten: Filipovic, Reifeltshammer bzw. keine

SC Wiener Neustadt - SV Grödig 2:4 (1:2)

Stadion Wiener Neustadt, 2.350, SR Schüttengruber

Torfolge: 0:1 (28.) Tomi

0:2 (36.) Huspek

1:2 (39.) Ranftl

1:3 (76.) Nutz

2:3 (79.) Ranftl

2:4 (88.) Huspek

Wiener Neustadt: Vollnhofer - T. Kainz (84. Tieber), Susac, Sereinig, Prettenthaler - Ranftl, Freitag, O‘Brien (61. Osman Ali), Hofbauer - Rauter, Dobras (69. Maderner)

Grödig: C. Stankovic - Potzmann, Maak, Strobl, Martschinko - Brauer, Völkl (64. Djuric) - Huspek, Nutz (88. Karner), Venuto - Tomi (80. Goiginger)

Gelbe Karten: Ranftl bzw. Strobl, Venuto, Maak, Brauer, Huspek


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