Bergsteiger in Schneespalte gestürzt und verschüttet

Der Mann wurde von der Bergrettung mit einer starken Unterkühlung geborgen. Nachrutschender Schnee hatte eine Bergung durch seine Kameraden unmöglich gemacht.

Der Großglockner. (Archivbild)
© TT / Thomas Boehm

Kals am Großglockner – Ein 50-jähriger Slowene unternahm am Samstag gemeinsam mit acht weiteren Alpinisten eine Bergtour im Glocknermassiv. Die Gruppe ging von der Stüdlhütte zur 3.039 Meter hoch gelegenen Schere und anschließend von dort weiter zum Luisenkopf (3.206 Meter). Von dort wollte die Gruppe wieder zurück zur Stüdlhütte.

Beim Abstieg rutschte der Slowene im stark abschüssigen Gelände auf dem aufgeweichten Schnee talwärts und übersah dabei eine Schneespalte, die sich an einer Steilstufe des Felsens gebildet hatte. Er stürzte hinein und wurde vom nachrutschenden Schnee verschüttet.

Da die anderen Bergsteiger keinen Kontakt zum Verunfallten herstellen konnten, setzten sie gegen 18.20 Uhr einen Notruf ab. Etwa eine Stunde später konnte der 50-Jährige von den Bergrettern der Ortsstelle Kals aus der Schneespalte geborgen werden. Mit einer starken Unterkühlung wurde der Alpinist vom Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Lienz geflogen. (tt.com)


Schlagworte