Südtirol wählt Bürgermeister und Gemeinderäte

Heute finden in Südtirol Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen statt. 381.000 Südtiroler sind wahlberechtigt.

Am 25. Februar sind bei der Landtagswahl in Tirol 537.273 Bürger wahlberechtigt. Auch 216 Auslandtiroler wollen ihre Stimme abgeben.
© APA/MARKUS LEODOLTER

Bozen – In 109 der 116 Südtiroler Gemeinden haben am Sonntag Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen begonnen. 381.033 Wahlberechtigte entscheiden bis 21.00 Uhr über die Verteilung von 1.785 Sitzen, um die sich 4.336 Kandidaten bewerben. 2010 lag die Wahlbeteiligung bei 74,7 Prozent. Erste Ergebnisse werden in den Abendstunden erwartet.

Die SVP will ihre Position als Platzhirsch verteidigen. Sie stellt bisher in 101 der 109 Orten den Gemeindechef.

Die Zahl der kandidierenden Listen hat sich verringert. Waren es 2010 noch 381, so treten heuer nur mehr 331 Gruppierungen an. Die SVP stellt nach eigenen Angaben bisher 57,4 Prozent der Sitze. Am Sonntag schickt sie 1.985 Bewerber ins Rennen, die auf Listen in allen 109 Gemeinden in 456 Sprengeln antreten.

Die stärkste Oppositionspartei im Landtag, die Freiheitlichen, sind in 25 Gemeinden mit 131 Kandidaten präsent, die „Süd-Tiroler Freiheit“ in 24 Orten mit 139 Kandidaten. Die Grünen kandidieren in vier Orten mit 83 Kandidaten, die BürgerUnion mit 16 Kandidaten in sieben Orten.

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Bei der italienischen Sprachgruppe gilt das Interesse den größeren Gemeinden des Landes. Nur vier Orte (Bozen, Meran, Leifers und Brixen) haben mehr als 15.000 Einwohner. Dort entscheidet dann eine Stichwahl in 14 Tagen, sollte keiner der Bürgermeisterbewerber mehr als 50 Prozent erreichen. In den kleineren Gemeinden reicht die relative Mehrheit.

In der Landeshauptstadt, in der die deutschsprachige Volksgruppe die Minderheit ist, verzichtete die SVP auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten. Der seit 2005 amtierende Bürgermeister Luigi Spagnolli, der neben seiner Bürgerliste und der SVP von weiteren drei Listen unterstützt wird, sieht sich acht Mitbewerbern gegenüber.

In Sterzing im Wipptal steht ein weiteres spannendes Match an: Dort kandidiert der langjährige SVP-Bürgermeister Fritz Karl Messner mit einer eigenen Bürgerliste gegen seine frühere Partei. Die SVP schickt dort Dietrich Thaler ins Rennen.

Neu ist bei dieser Wahl der Zeitpunkt der Stimmenauszählung. Bisher wurden die Urnen über Nacht aufbewahrt, das Auszählen startete am Montagfrüh. Heuer beginnt die Stimmenauszählung nach Wahlschluss um 21.00 Uhr. Bis 1.00 Uhr früh sollen die Bürgermeister bzw. die Gemeinden feststehen, in denen Stichwahlen nötig sind. Bis 4.00 Uhr früh hofft das Wahlamt, dass die 1.785 Mandate zugeordnet sind.

Die Mehrheit der Wahlberechtigten ist weiblich: Von den 381.033 Wahlberechtigten sind 187.121 Männer und 193.912 Frauen. Proveis ist mit 215 Stimmberechtigten die kleinste Gemeinde, in der gewählt wird. Nicht gewählt wird am Sonntag in jenen Südtiroler Gemeinden, wo der Bürgermeister und der Gemeinderat bereits im Jahre 2014 gewählt wurden. (APA)


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