Standort Tirol

Dem Leck im Speicherteich auf der Spur

© Rainer

Buchstäblich auf den Grund gehen derzeit Spezialfirmen den Mängeln im leeren Wasserspeicher am Zettersfeld. Demnächst will man Klarheit haben.

Von Claudia Funder

Lienz –Der im Sommer 2013 um vier Millionen Euro für die Beschneiung des Skigebiets Zettersfeld aus dem Boden gestampfte Speicherteich ist nicht ganz dicht. Spekulationen um einen Wasserverlust machten bereits im Dezember letzten Jahres die Runde. Und schon damals erklärte Klaus Hofstätter, Vorstand der Lienzer Bergbahnen, dass der künstlich angelegte Wasserspeicher „nicht ganz mängelfrei“ sei. Eine Fehlersuche wurde in Aussicht gestellt. Die fachliche Mängelevaluierung sei nämlich erst möglich, wenn der Teich eisfrei und leer sei, hieß es damals.

Jetzt ist offensichtlich, dass der Sache im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund gegangen wird. Seit gut zwei Wochen wird auf der Suche nach fehlerhaften Stellen kräftig Hand und Gerät angelegt.

Auf Nachfrage der TT erklärt Hofstätter, dass bereits im Spätherbst Taucher im Einsatz waren, die Kontrollen und Mängelbehebungen durchführten. So wurden locker gewordene Luftleitungen wieder auf dem Grund befestigt. „Im Winter haben wir keinen Vollstau gehabt“, erzählt der Bergbahnenchef, der von einer sehr schwierigen Saison spricht, da es nur wenig Naturschnee gab. Der Speicherteich sei Ende März geleert worden, betont er. Danach habe es noch gedauert, bis dieser eisfrei war und erste Schritte möglich wurden.

Nun ist die Spurensuche voll im Gange, die Hofstätter als „Rasterfahndung“ bezeichnet, weil Stück für Stück unter die Lupe genommen wird. Dabei werden im Abstand von rund acht Metern kleine Löcher in die Folie zwischen Untergrund und Kieselsteinen gebohrt und Gas eingeblasen, um undichte Stellen zu eruieren. Eine langwierige Angelegenheit, die nur bei schönem, trockenem Wetter vonstattengehen könne, sagt Hofstätter, der betont: „Ich rechne damit, dass die Lecksuche bis spätestens Mitte nächster Woche abgeschlossen sein wird. Priorität hat die Mängelbehebung, damit man rasch wieder mit der Befüllung starten kann. Wenn die Mängel einmal eruiert sind, geht das schnell.“ Hofstätter rechnet mit der Behebung des Problems bis Ende Juni. Bis Mitte/Ende November sollte dann der Teich wieder gefüllt sein.

Beziffern könne man den Schaden noch nicht, erklärt Hofstätter, der von „Gewährleistungskosten“ spricht.

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Catharina Oblasser

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