Plansee-Tochter kauft deutschen Werkzeugbauer
Die Außerferner Plansee-Gruppe kauft erneut zu und schluckt den deutschen Werkzeughersteller Klenk mit 120 Mitarbeitern.
Reutte – Die Außerferner Plansee-Gruppe übernimmt über ihre Hartmetallspezialist-Tochter Ceratizit den deutschen Werkzeughersteller Klenk. Dies gab das Unternehmen am Montag in einer Aussendung bekannt.
Klenk ist auf die Herstellung von Bohrern und Fräsern aus Vollhartmetall spezialisiert. Das Unternehmen aus Balzheim südlich von Ulm beschäftigt 120 Mitarbeiter. Über finanzielle Details haben die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Die Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgte unter Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörde.
„Mit dieser Übernahme bauen wir unsere Position im Markt für kundenspezifisch gefertigte und beschichtete Werkzeuge aus Vollhartmetall weiter aus“, erklärte Karlheinz Wex, Co-Vorsitzender des Vorstands von Ceratizit. Bereits in den vergangenen Jahren hatte Ceratizit den deutschen Werkzeughersteller Günther Wirth sowie den kalifornischen Werkstoffhersteller Promax Tools mehrheitlich übernommen. Die Spezialwerkzeuge von Klenk werden zur Bearbeitung von extrem haltbaren Werkstoffen in der Luftfahrt- und der Automobilindustrie sowie in der Medizintechnik eingesetzt.
Mit den Unternehmensbereichen Plansee-Hochleistungswerkstoffe, „GTP“ und Ceratizit sowie der Beteiligung an Molymet ist die Plansee-Gruppe nach eigenen Angaben eines der weltweit führenden pulvermetallurgischen Industrieunternehmen, das die gesamte Wertschöpfungskette der Werkstoffe Molybdän und Wolfram abdeckt – vom Erz bis zur kundenspezifischen Komponente.
Die Plansee-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2013
14 mit 6060 Mitarbeitern einen konsolidierten Umsatz von 1,2 Mrd. Euro. Das Geschäftsjahr endet mit dem letzten Februartag. Alle Beteiligungen eingerechnet hat die Gruppe mehr als 10.000 Mitarbeiter, am Tiroler Stammsitz sind es über 2300 Beschäftigte. Die Verkaufsmenge wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr um 17 Prozent gesteigert. Wegen der sehr tiefen Rohstoffpreise, die dann auch zu niedrigeren Verkaufspreisen führten, ist der Umsatz um 2 Prozent gesunken. (TT, APA)