Landespolitik

Widerstand gegen Deponie neben Siedlung

© Angerer Harald

Ein Aushub-Lagerplatz im Süden von Kitzbühel sorgt für Unmut bei Anrainern. Die Deponie ist aber auf weitere fünf Jahre genehmigt.

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Der Kitzbüheler Stadtteil Einfang ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Die WE (Wohnungseigentum) hat seit dem Jahr 2010 dort 72 Wohnungen und 19 Reihenhäuser errichtet. Erst vor zwei Wochen wurden die letzten Reihenhäuser an ihre neuen Besitzer übergeben.

Für das Großbauprojekt wurde in der direkt daneben befindlichen Langau eine Aushubdeponie errichtet. Damit sollte den Lkw ein langer Fahrweg erspart bleiben. Die Deponie scheint nun aber länger zu bleiben. Das ist Alexander Gamper, Chef der Kitzbüheler Stadt-FPÖ, ein Dorn im Auge. „Die Anrainer beschweren sich über Lärmbelästigung, Staubentwicklung und vor allem Gefahren durch Baustellenfahrzeuge“, sagt Gamper. In der neuen Siedlung würden viele Familien mit Kindern wohnen und auch der Sportplatz der Stadt ist davon betroffen. „Ein sehr großes Problem stellt für mich auch die einspurige Zufahrt für die großen Baustellenfahrzeuge zu der Deponie dar. Hier ist Gefahr im Verzug, da der Zufahrtsweg vor allem auch von Kindern verwendet wird“, schildert Gamper.

Auch gab es bereits eine Beschwerde gegen die Betriebsanlagengenehmigung, doch diese wurde vom Landesverwaltungsgericht abgelehnt. „Es besteht eine Genehmigung auf fünf Jahre“, sagt dazu Bezirkshauptmann Michael Berger. Er zeigt auch Verständnis für die Sorgen der Anrainer.

Die Zufahrt zu einer öffentlichen Straße sei aber nicht Gegenstand des Genehmigungsverfahrens. Auch handle es sich bei der Deponie um ein Zwischenlager. In dasselbe Horn stößt auch Betreiber Robert Mauracher. „Hier wird nur zwischengelagert. Wir haben das Lager in dem Bereich errichtet, um Kitzbühel viel Verkehr zu ersparen. Denn wir brauchen bei Baustellen im Süden der Stadt nicht mehr durch Kitzbühel durch“, sagt Mauracher. Auch gebe es eine Wasseranlage, um Staub­entwicklung zu verhindern, und schon bald soll die Straß­e erweitert werden.

Für Sie im Bezirk Kitzbühel unterwegs:

Theresa Aigner

Theresa Aigner

+4350403 2117

Michael Mader

Michael Mader

+4350403 3050

Harald Angerer

Harald Angerer

+4350403 2059