Tod im Waltherpark: Leiche freigegeben, Folgen unklar
Die Obduktion der Deutschen bestätigte die tragische Unfallversion. Stadt und Staatsanwaltschaft warten nun auf den Abschlussbericht der Polizei.
Von Manfred Mitterwachauer
Innsbruck — Ein massives Schädel-Hirn-Trauma sowie Gefäßverletzungen mit schweren inneren Einblutungen. Die Obduktion der Leiche jener 32-Jährigen, die in der Nacht auf Samstag im Innsbrucker Waltherpark unter so tragischen Umständen ums Leben kam, wurde gestern abgeschlossen. „Wir gehen von einem Unfallgeschehen aus“, hieß es gestern von Seiten der Pressestelle der Polizei. Die Leiche sei gestern auch behördlicherseits freigegeben worden.
Wie berichtet, war die Frau von der umstürzenden Säule des im Waltherpark aufgestellten Joachimsbrunnens und der darauf platzierten Figur des hl. Joachim getroffen worden. Zuvor sollen es sich die Frau und ein Einheimischer (24) in einer zwischen der Brunnensäule und einem Baum gespannten Hängematte bequem gemacht haben. Doch die Säule gab nach. Der Mann wurde offenkundig nicht verletzt, steht aber nach wie vor unter Schock. Wie die Polizei mitteilt, konnten inzwischen auch die Angehörigen der Toten verständigt werden.
Zu weiteren Konsequenzen aus dem tödlichen Vorfall kann die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen tätigen. Noch sei der Abschlussbericht nicht erstellt. Insofern sei auch offen, ob Sachverständige allenfalls offene Fragen noch zu klären haben.
Etwa jene, ob Brunnen und Säule überhaupt sachgemäß aufgestellt waren. Der für die Grünanlagen in der Stadt politisch zuständige Stadtrat Gerhard Fritz (Grüne) weist derartige Überlegungen von vornherein strikt zurück. Schließlich sei der Brunnen erst vor zwei Jahren umfassend saniert und restauriert worden: „Er befand sich in gutem Zustand und war sachgemäß aufgestellt.“ Das Ganze sei „ein trauriger Unfall“ gewesen, auch wenn eine derartige Verwendung der Brunnensäule „nicht vernünftig“ sei. Eine Haftung der Stadt ist für Fritz „nur schwer vorstellbar“. Vielmehr warte die Stadt jetzt auf die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen, „im Wissen, dass die Stadt nichts verschlampt hat“.
Warten heißt es derzeit auch bei der Innsbrucker Staatsanwaltschaft, wie deren Sprecher Hansjörg Mayr sagt: „Noch haben wir keinen Abschlussbericht.“