G-7 - Von Schloss Elmau nach Addis Abeba, New York und Paris

Elmau (APA/AFP) - Beim Gipfeltreffen der sieben führenden Industriestaaten (G-7) am Sonntag und Montag auf Schloss Elmau in Bayern standen n...

Elmau (APA/AFP) - Beim Gipfeltreffen der sieben führenden Industriestaaten (G-7) am Sonntag und Montag auf Schloss Elmau in Bayern standen neben den Krisen in der Ukraine und in Griechenland auch die Klima- und Entwicklungspolitik weit oben auf der Tagesordnung. Dazu wird es nach dem Treffen in den Alpen noch in diesem Jahr drei weitere wichtige Konferenzen geben:

JULI: ENTWICKLUNGSFINANZIERUNG IN ADDIS ABEBA

In der äthiopischen Hauptstadt kommen Vertreter der UN-Mitgliedstaaten mit dem Ziel zusammen, die Finanzierung der Entwicklungspolitik nach dem Jahr 2015 zu ordnen. Neben Finanzfragen sollen Konzepte zur Verankerung von Transparenz- und Rechenschaftsprinzipien beraten werden. Insgesamt soll es darum gehen, Finanzmittel effizienter einzusetzen und auch mehr privates Kapital einzubinden. Die Konferenz knüpft an Treffen im Jahr 2002 im mexikanischen Monterrey und im Jahr 2008 im katarischen Doha an.

SEPTEMBER: NACHHALTIGKEIT IN NEW YORK

Die inhaltlichen Ziele der Entwicklungspolitik für die Zeit nach dem Jahr 2015 sollen bei einer UN-Konferenz in der US-Metropole verabschiedet werden. Die Weltgemeinschaft arbeitet bereits seit einiger Zeit an der sogenannten Nachhaltigkeitsagenda, die dem Programm der Millenniumsziele aus dem Jahr 2001 nachfolgen soll. Der neue Fahrplan soll Themen wie Armutsbekämpfung, Chancengleichheit, Bildung und Gesundheit, aber auch Umwelt- und Klimaschutzaspekte beinhalten.

DEZEMBER: KLIMASCHUTZ IN PARIS

Beim UN-Klimagipfel in der französischen Hauptstadt soll vereinbart werden, die Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen. Alle Staaten sollen Ziele zur Minderung ihres Kohledioxidausstoßes zunächst bis zum Jahr 2030 festlegen. Die bisherigen Angebote reichen aber bei weitem noch nicht aus, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen. Zudem soll bei dem Gipfel ein Klimafonds mit einem jährlichen Volumen von 100 Milliarden Dollar ab dem Jahr 2020 eingerichtet werden.