Deutsche Post schmetterte Gewerkschaftsangebot in Tarifstreit ab

Bonn (APA/Reuters) - Die Deutsche Post will sich nicht dem Druck der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di beugen und auf ihre neuen Tochterunt...

Bonn (APA/Reuters) - Die Deutsche Post will sich nicht dem Druck der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di beugen und auf ihre neuen Tochterunternehmen verzichten, in denen niedrigere Löhne als im Konzern gezahlt werden. „Dieses sogenannte Angebot, das durch die ultimative Forderung nach umgehender Annahme nicht einmal verhandelbar war, löst keines unserer Probleme“, erklärte Personalchefin Melanie Kreis am Montag.

Eine Umsetzung des ver.di-Offerts würden für den Konzern Mehrbelastungen von rund 300 Millionen Euro bedeuten, „eine spürbare Verschärfung unseres bestehenden Wettbewerbsnachteils“.

ver.di hatte die Deutsche Post ultimativ aufgefordert, die Mitarbeiter der Tochterunternehmen tariflich unter das Dach des Konzerns zu bringen. Im Gegenzug wollte ver.di 2015 auf eine lineare Tariferhöhung verzichten. Die Post hatte die Frist verstreichen lassen, nun sind jederzeit unbefristete Streiks möglich. „Wir appellieren an ver.di, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und im Interesse der Beschäftigten und ihrer Zukunft zu handeln“, forderte Kreis.

~ ISIN DE0005552004 WEB http://www.deutschepost.de ~ APA313 2015-06-08/13:28