Zweimal in Alko-Kontrolle geraten und Amok gelaufen
In einem Desaster endete im November die Promillefahrt eines 41-jährigen Tirolers. Damals war er abends in eine Polizeikontrolle geraten, di...
In einem Desaster endete im November die Promillefahrt eines 41-jährigen Tirolers. Damals war er abends in eine Polizeikontrolle geraten, die Beamten untersagten die Weiterfahrt. Wenig später staunten die Polizisten aber nicht schlecht, als ihnen an einem anderen Ort ein und derselbe 41-Jährige mit seinem Auto wieder ins Netz ging. Darauf gab der Ertappte Gas und fuhr mit seinem Geländewagen über die Felder nach Hause. Die Polizei erwartete er dann mit seinem Jagdhund. Als es später dann dennoch zum Alkomattest gehen sollte, lief der Tiroler endgültig Amok und leistete mit Tritten und Faustschlägen Widerstand. Erst Pfefferspray und Handschellen brachten Ruhe. Zwei Polizisten erlitten jedoch Prellungen, Platzwunden, Handverletzungen und einen Sehneneinriss. Gestern am Landesgericht zeigte sich der übrigens mit 0,84 Promille Alkoholisierte geläutert. 1200 Euro Geldstrafe ergingen zur Hälfte bedingt, Polizisten-Vertreter RA Hermann Rieder wurden 1500 Euro Teilschmerzensgeld zugesprochen.
Ein Jahr bedingte Haft und 1200 Euro Geldstrafe lautete das Urteil gegen einen Zillertaler, der sich zur Finanzierung seiner Sucht sogar auf den Verkauf der berüchtigten Droge Crystal Meth eingelassen hatte. Dazu handelte der Arbeiter mit den Suchtmitteln Delta-9-THC und 200 Gramm Cannabis. Außer einer Vorstrafe blieben dem Dealer nur Jobverlust und 25.000 Euro Schulden.
Etwas zu eilig hatte es im Februar ein Taxifahrer, der Urlaubsgäste von einem Kühtaier Hotel abholen wollte. Nachdem er auf einen den Verkehr regelnden Feuerwehrmann zugefahren war, um diesen zur Freigabe der Fahrbahn zu nötigen, kam der 58-Jährige mit einer Diversion (160 Stunden gemeinnützige Leistungen) davon. Der Taxler war übrigens 20 Jahre lang Feuerwehrmann.
Allein zur Schadensgutmachung über 3017 Euro an die gemeinnützige Wohngesellschaft Tigewosi verdonnerte Richter Josef Geisler hingegen einen 35-Jährigen. Der Innsbrucker hatte bei der Trennung von seiner Lebensgefährtin Türen so heftig zugeworfen, dass sie aus den Angeln fielen und Türblätter und Schließbleche rissen. (fell)