Innsbruck

„Es gibt relativ wenig Aufregung“

© Thomas Boehm / TT

Eine Woche nach der Ausdehnung der Parkstraßen-Zonen in die Reichenau und in Teilen Pradls zieht Vize-BM Pitscheider eine erste Bilanz.

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Gegner und Befürworter. Es gibt nur diese zwei Lager, wenn es um die Reform der Parkraumbewirtschaftung in Innsbruck geht. Selbige soll im heurigen Jahr – in vier Phasen – abgeschlossen werden. Die erste, nämlich die Ausdehnung der gebührenpflichtigen Parkstraßen-Zone in die Reichen­au und in Teilen Pradls, wurde mit 1. Juni aktiv, ist also seit gut einer Woche in Kraft.

Für die für Verkehr zuständige Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider (Grüne) ist die erste Phase gut angelaufen: „Es schaut gut aus.“ Für einige Anrainer habe der Parksuchdruck deutlich abgenommen, sagt Pitscheider: „Wir wollten ja, dass die Bevölkerung entlastet wird – das tritt jetzt ein. Eine Abzocke haben wir nie im Sinn gehabt.“ Ein Argument, das die Gegner – allen voran ÖVP und Wirtschaftskammer – gänzlich anders sehen, die TT berichtete.

Waren noch bis kurz vor dem Start am 1. Juli für die neuen Parkstraßen-Zonen nur rund zwei Drittel der möglichen Anrainerparkkarten beantragt, so sind in der vergangenen Woche 350 neue Anträge im Magistrat eingelangt. Hinzu kamen aber auch schon Anträge für die Höttinger Au, die aber erst mit 13. Juli in die kostenpflichtige Bewirtschaftung aufgenommen wird. Die Hälfte der Anträge wurde online gestellt. Pitscheider rät allen dazu, diese Gelegenheit zu nutzen. Dies erspare unnötige Wartezeiten. „Von Montag bis Mittwoch war im Amt schon viel los.“ Zu allem Überfluss fiel auch noch zeitgleich österreichweit das zentrale Melderegister aus, wie Pitscheider sagt. Das habe die Parkkarten-Ausstellung zusätzlich erschwert.

Wie viele Strafen in der ersten Woche in der Reichen­au von der Mobilen Überwachungsgruppe ausgestellt wurden, konnte gestern noch nicht beantwortet werden. Dafür sei es noch zu früh. Zumal man auch bei Anrainern, die eine Parkkarte zu spät bestellt haben, eine gewisse Kulanz an den Tag leg­e, hieß es gestern.

Das Handyparken indes hat sich zwar im März auf über 4000 Transaktionen emporgeschraubt, dürfte aber dennoch auch weiter nur ein­e Randerscheinung bleiben. Pitscheider rechnet damit, dass das Handyparken auf eine ähnliche Akzeptanz wie das SmartPark-System stoßen werde. Dieses lag stets bei rund fünf Prozent aller bezahlten Parkvorgänge.

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