Partybus

Schwazer Jugend feiert lieber im eigenen Bezirk

© papilos Werbung, Nightrider

Der Nightrider ist nur noch im Bezirk Schwaz unterwegs. Wörgl wurde vom Fahrplan gestrichen, um bessere Taktungen zu ermöglichen.

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz –Um Punkt 20.59 fährt der schwarze Nightrider Shuttle im Gewerbegebiet von Vomp los und tourt mit einem DJ an Bord weiter nach Schwaz. Von dort können Jung und Alt in Feierlaune weiter nach Buch, Jenbach, Wiesing und dann ins Zillertal bis nach Fügen fahren. Innerhalb einer Stunde klappert der mit Sound- und Lichtsystem ausgestattete Mercedesbus die wichtigsten Partylocations im Bezirk Schwaz ab.

Bereits seit einem Jahr können die beiden Jungunternehmer Martin Klingler und Alexander Ledermair mit ihrem nächtlichen Verkehrskonzept punkten. Auf den Lorbeeren ausruhen wollen sie sich aber nicht. „Wir haben eine Umfrage gestartet, um zu sehen, wie wir unsere Route optimieren können. Dabei hat sich gezeigt, dass die Fahrt bis nach Kirchbichl nicht so gut ankommt“, erklärt Klingler. Jeden Freitag und Samstag sowie vor bestimmten Feiertagen transportiert der Night­rider auf bis zu fünf Touren pro Nacht die Passagiere durch den Bezirk. In Wörgl lockte vor allem das Kino und die Bowlingbahn junge Fahrgäste an – das haben die Unternehmer zumindest geglaubt. „Die Strecke nach Wörgl wurde wenig in Anspruch genommen, daher fokussieren wir uns nun auf die Bezirkshauptstadt und die umliegenden Gemeinden“, betont Klingler. Anstatt also von Fügen aus weiter ins Unterland zu fahren, wurden die Gemeinden Pill, Vomp und Vomperbach in den Fahrplan aufgenommen. Denn laut Klingler hätten auch die Wörgler die Fahrtmöglichkeit in Richtung Schwaz kaum bis gar nicht genutzt. Der neue Fahrplan sei laut ihm nicht aus Kostengründen entstanden, sondern um den Kunden­wünschen zu entsprechen.

„Dadurch, dass wir uns nun die Fahrt bis nach Wörgl sparen, können wir eine bessere Taktung unserer Busse anbieten und auch die Zeiten wurden für unsere Fahrgäste attraktiver“, ist sich Klingler sicher. Bestätigt fühlt er sich durch einen regelrechten Busansturm am vergangenen Wochenende. „Der letzte Samstag war extrem gut“, freut er sich. Aber auch der Preis mache laut ihm viel aus. „Wir verlangen pauschal nur zehn Euro pro Nacht, egal, wie oft der Nightrider genutzt wird, und wenn jemand erst um 3 Uhr einsteigt, zahlt er nur noch fünf Euro“, betont der Jungunternehmer, der sich für seine Jugend selbst solch einen öffentlichen Fahrdienst gewünscht hätte.

Das Hop-on-Hop-off-Prinzi­p ist vor allem für die örtlichen Taxis eine ernst zu nehmende Konkurrenz. Besonders, da die beiden jungen Unternehmer mit sämtlichen Bars und Nachtlokalen auf ihrer Route Kooperationen geschlossen haben. Fahrgäste erhalten so teils freie Eintritte oder einen Gratis-Drink.

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