Leitbörsen in Fernost schließen einheitlich rot
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag einheitlich im Minus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 360,89 Zäh...
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag einheitlich im Minus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 360,89 Zähler oder 1,76 Prozent auf 20.096,30 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 326,76 Zähler (minus 1,20 Prozent) auf 26.989,52 Einheiten nach. Der Shanghai Composite fiel 18,35 Punkte oder 0,36 Prozent auf 5.113,53 Punkte.
Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit Verlusten. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 26.493,61 Zählern mit einem Minus von 29,48 Punkten oder 0,11 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 26,8 Zähler oder 0,49 Prozent auf 5.479,70 Einheiten.
Im Fokus standen überraschend schwache Inflationsdaten aus China. Die Lebenshaltungskosten sind in China im Mai langsamer gestiegen als erwartet. Ökonomen gehen deshalb davon aus, dass der geringe Preisdruck zu weiteren Zinssenkungen und anderen Lockerungen der Geldpolitik führen könnte. Die Verbraucherpreise legten nur um 1,2 Prozent zum Vorjahresmonat zu. Analysten hatten mit 1,3 Prozent gerechnet. Die Entwicklung spricht für eine sich abkühlende Wirtschaft. Denn im April hatte die Teuerungsrate noch bei 1,5 Prozent gelegen.
Aber auch Spekulationen um eine Anhebung der US-Leitzinsen im September drückten auf die Stimmung. Bereits am Freitag hatten gute Arbeitsmarktdaten die Befürchtungen hinsichtlich eines baldigen Zinsschritts der US-Notenbank Fed verstärkt.
Bei den Einzelwerten mussten in China einige Bankenwerte teils deutliche Kursverluste hinnehmen. Agricultural Bank of China und die Industrial and Commercial Bank of China verloren 1,94 bzw. 1,20 Prozent. Auch die China Construction Bank gab 1,49 Prozent nach. Bank of China und die Bank of Communications fielen 0,56 bzw. 0,95 Prozent, nachdem sie am Vortag noch ihr tägliches Limit von plus 10 Prozent erreicht hatten.
In Tokio mussten vor allem exportorientierte Werte aufgrund eines starken Yens Verluste hinnehmen. Nissan Motor gaben 3,23 Prozent nach. Der Autobauer generiert etwa 80 Prozent seiner Umsätze im Ausland. Auch Toyota Motor gaben 1,71 Prozent nach. Ebenso tendierten Versicherungswerte niedriger. Dai-ichi Life Insurance verloren 4,11 Prozent, T&D Holdings gaben ebenso 4,11 Prozent ab.