Banken orderten bei der EZB etwas weniger Geld

Frankfurt (APA/Reuters) - Die EZB hat am Dienstag 125 Banken der Eurozone 90,4 Mrd. Euro zugeteilt. Das ist etwas weniger Geld, als die Inst...

Frankfurt (APA/Reuters) - Die EZB hat am Dienstag 125 Banken der Eurozone 90,4 Mrd. Euro zugeteilt. Das ist etwas weniger Geld, als die Institute der Notenbank am Mittwoch mit 92,5 Mrd. Euro zurückzahlen müssen. Die Überschussliquidität sei auch zum Reserveultimo extrem hoch, sagte ein Händler: „Die EZB schüttet weiter permanent Geld aus, das viele Banken letztlich einfach nur verbrennen.“

Denn das Tagesgeld nähert sich immer mehr dem Strafzins von minus 0,20 Prozent an, den die EZB für die allerdings sichere Anlage in der Einlagefazilität verlangt.

Der Interbanken-Geldhandel sei auch durch das milliardenschwere Anleihekaufprogramm nicht in Schwung gekommen, sagte ein Börsianer. „Banken misstrauen ein ander weiter.“ Entscheidend für die Kreditvergabe untereinander sei nach wie vor die Adresse der Bank. „Wer kein Vertrauen hat oder aus den Ländern kommt, die im Gerede sind, muss sich woanders Liquidität besorgen.“ So können griechische Banken sich nur über das sogenannte ELA-Notfallkreditprogramm refinanzieren.

Den Tagesgeldsatz sahen Händler bei minus 0,18 Prozent. Der Eonia-Referenzzins sei am Montagabend mit minus 0,127 nach minus 0,115 Prozent festgelegt worden.

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