EU-Umweltrat will sechs Luftschadstoffe deutlich reduzieren

Brüssel (APA) - Der EU-Umweltrat kommenden Montag in Luxemburg will sich auf eine deutliche Senkung der Luftschadstoffe verständigen. Dabei ...

Brüssel (APA) - Der EU-Umweltrat kommenden Montag in Luxemburg will sich auf eine deutliche Senkung der Luftschadstoffe verständigen. Dabei geht es um sechs Luftschadstoffe, deren Eindämmung dazu beitragen soll, bis 2030 die Zahl der vorzeitigen Todesfälle um 52 Prozent zu verringern, hieß es Dienstag in EU-Ratskreisen in Brüssel. Österreich wird am Rat durch Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) vertreten sein.

Bei den sechs Stoffen handelt es sich um Schwefeldioxid, Stickoxide, Ammoniak, Feinstaub, Flüchtige Kohlenwasserstoffe und Methan. Letzteres wurde zwar aus der Liste der Kommission wieder herausgenommen, doch nicht, weil die Problem damit gelöst sind, sondern weil eine Doppelregulierung vermieden werden soll. Methan sei weiterhin ein Luftschadstoff, doch werde er auch als Treibhausgas behandelt und falle damit bereits in diese Kategorie.

Jedenfalls sollen die Grenzwerte für die Luftschadstoffe verschärft, also nach unten gesetzt werden. Allerdings wird es keine Entscheidung geben. Es handelt sich nur um eine Orientierungsaussprache. Außerdem haben zahlreiche EU-Staaten ihre Positionen noch nicht endgültig festgelegt. Die gefundene Lösung sollte verbindlich sein, wobei aber eine technische Umsetzung der niedrigeren Grenzwerte auch realistisch und machbar sein müsse, wurde betont. Einige östliche EU-Länder sind nur für indikative Ziele bis 2030 und gegen eine Verbindlichkeit.

Weiteres Thema des Umweltrats ist die Vorbereitung auf die Pariser Klima-Konferenz. Dazu ist für 18. September auch ein Sonder-Umweltrat geplant. Freude herrschte in Brüssel über die Erklärung am G7-Gipfel zu den Klimazielen, die eine Stärkung für die Pariser Klima-Konferenz bedeute.