APA Medien News: Blendle-Österreich, Presserat, ATV-Quote
Wien (APA) - xxx...
Wien (APA) - xxx
Blendle-Österreich: Die niederländische Paywall-Plattform Blendle will nach Deutschland auch auf dem österreichischen Markt starten. Nach dem noch im Juni geplanten Launch im Nachbarland sei der österreichische Markt der „nächste logische Schritt“, bestätigte Blendle-Mitbegründer und -Chef Marten Blankesteijn gegenüber der Tageszeitung „Der Standard“ entsprechende Expansionspläne. Derzeit gebe es Verhandlungen mit österreichischen Verlegern. Konkrete Namen oder einen Zeithorizont für den Start nannte Blankesteijn nicht. „Zuerst ist Deutschland an der Reihe.“ Zum Start in Deutschland sind 37 Medien dabei, darunter die „Süddeutsche Zeitung“, „Die Welt“, „Bild“, „Die Zeit“ sowie „Der Spiegel“ und der „Stern“, wie Blendle am Dienstag bekanntgab. Besonderheit des Online-Dienstes: Zeitungsartikel können einzeln gekauft werden. „Wir glauben, dass Menschen grundsätzlich durchaus bereit sind, kleinere Beträge für Inhalte im Netz zu bezahlen, wenn man es ihnen einfach macht“, sagte Blankesteijn der Deutschen Presse-Agentur. Das habe sich etwa auch bei den Song-Downloads auf Apples iTunes-Plattform gezeigt. Blendle war im Frühjahr 2014 in den Niederlanden gestartet und gewann dort bisher über 300.000 Nutzer. Sie kauften im Schnitt 10 bis 15 Artikel pro Monat, sagte Blankesteijn. Etwa zwei Drittel der Kunden seien im Alter unter 35 Jahren. Das ist eine Zielgruppe, die für Printmedien schwieriger zu erreichen ist. Nutzer können bei Blendle Ausgaben der Medien Seite für Seite durchblättern, lesbar sind dabei allerdings nur die Überschriften. Will man den gesamten Artikel lesen, muss man zahlen. Der Preis wird von den Verlegern selbst festgelegt und meist nach Länge gestaffelt. So will etwa die „New York Times“ 19 Cent pro Artikel, der „Economist“ 79 Cent für längere Texte. Blendle hat den Medienkonzern Axel Springer und die „New York Times“ als Investoren an Bord.
xxx
Presserat: Der Presserat hat die Tageszeitung „Österreich“ wegen der Abbildung eines falschen mutmaßlichen Verdächtigen abgemahnt. Die Gratiszeitung hatte im März im Artikel „Hockey-Crack prügelt Polizisten ins Spital“ berichtet, dass ein Südtiroler Eishockeytormann einen Wiener Polizisten brutal zusammengeschlagen haben soll und dazu auch ein Bild gebracht, auf dem der Betroffene für sein persönliches Umfeld erkennbar war. Tatsächlich war ein anderer Eishockey-Spieler für die Attacken auf den Polizisten verantwortlich, wie das Innenministerium gegenüber dem Presserat erklärte. In der identifizierbaren und falschen Berichterstattung durch „Österreich“ sah der Presserat einen Verstoß gegen den Ehrenkodex für die österreichischen Presse - konkret eine Persönlichkeitsverletzung sowie mangelnde Gewissenhaftigkeit und Korrektheit in der Recherche.
xxx
ATV-Quoten: Zufrieden ist man beim Privatsender ATV mit der gerade zu Ende gegangenen 10. Staffel der Doku-Soap „Pfusch am Bau“. Sowohl in der Werbezielgruppe der Erwachsenen zwischen 12 und 49 Jahren sowie in der Grundgesamtheit der Seher über 12 Jahre konnte der Sender die höchsten Staffelmarktanteile der Formatgeschichte einfahren, wie es am Dienstag in einer Aussendung hieß. Der Marktanteil bei den 12- bis 49-Jährigen betrug demnach 9,7 Prozent, bei den Erwachsenen über 12 Jahre 6,3 Prozent.
xxx
Herta-Pammer-Preis: Die ORF-Religionsjournalistin Alexandra Mantler ist für Arbeiten über Frauen und Entwicklungszusammenarbeit mit dem diesjährigen Herta-Pammer-Preis der Katholischen Frauenbewegung Österreichs ausgezeichnet worden. Mit ihrem Mut und Einsatz entspreche Mantler dem Vorbild Herta Pammers, die von 1957 bis 1978 Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung war, hieß es in der Jury-Begründung. Überzeugt habe Mantler demnach vor allem mit ihrer Reportage über eine aus Mossul stammende chaldäische Christin, die sie auf ihrer Flucht vor dem IS-Terror begleitet hatte. „Eindringlich und ganz persönlich schildert Mantler das Schicksal dieser jungen Frau, in einer Reportage, die gänzlich ohne O-Töne auskommt“, so die Jury. Einen Förderpreis in der Kategorie „Medien“ gab es für die Redaktion von „women on air“, deren Sendereihe „globale Dialoge“ wöchentlich auf Radio Orange gesendet wird.