EM-Quali

Ilsanker fühlt sich bereit für Rolle als Ersatzmann von Alaba

ÖFB-Teamspieler Stefan Ilsanker will gegen Russland erneut seinen Mann stehen.
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Nach dem Red-Bull-internen Wechsel von Salzburg nach Leipzig kann sich Stefan Ilsanker wieder auf die EM-Quali-Aufgaben mit dem ÖFB-Team konzentrieren. Dem Defensiv-Allrounder dürfte dabei eine Schlüsselposition zukommen.

Stegersbach – Stefan Ilsanker zählt zu jenen Spielern des österreichischen Fußball-Nationalteams, die im EM-Qualifikationsmatch gegen Russland als Ersatzmann für David Alaba im zentralen Mittelfeld infrage kommen. Der Salzburger sprang aufgrund der Ausfälle von Alaba und Julian Baumgartlinger schon beim 1:0 gegen die „Sbornaja“ im November 2014 ein und spekuliert nun auch mit einem Einsatz am Sonntag in Moskau.

„Ich denke, ich habe meine Sache damals gut gemacht und hoffe, dass ich wieder eine Chance bekomme“, erklärte der Mittelfeldspieler, der seine leichten Muskelprobleme überwunden hat. Beim Gedanken an seine Länderspiele gegen Russland und wenige Tage danach gegen Brasilien jeweils im vollen Happel-Stadion gerät Ilsanker ins Schwärmen. „Das war eine unglaublich geile Woche.“

Den Erfolg gegen die Russen zu wiederholen, werde allerdings schwierig. „Auswärts ist es immer ein anderes Spiel. Das ganze Stadion wird gegen uns sein, doch wir sind so ein verschworener Haufen, dass wir auch dort bestehen können“, vermutete Ilsanker.

Nach dem Moskau-Trip geht es für den 26-Jährigen in den Urlaub, ehe er seine Zelte bei RB Leipzig aufschlägt. „Ich blicke auf eine schöne und erfolgreiche Zeit in Salzburg zurück, aber freue mich auch schon auf meine neue Aufgabe. Wir haben dort große Ziele, und ich möchte einen großen Beitrag dazu leisten.“

Von einem Aufstiegszwang für Leipzig wollte Ilsanker nicht sprechen. „Wir möchten unbedingt aufsteigen, doch das Wort ‚muss‘ nehme ich nicht gerne in den Mund“, sagte der Ex-Mattersburger, der damit rechnet, dass auch Marcel Sabitzer von Salzburg zur Red-Bull-Zweigstelle geht.

In Leipzig gebe es das „für mich persönlich beste Gesamtpaket. Der Club ist zwar in der 2. Liga, aber die Möglichkeiten durch Red Bull sind riesig. Wenn Herr Mateschitz etwas will, erreicht er es auch.“ Die Anfeindungen von Fans anderer Clubs gegen den Red-Bull-Boss kann Ilsanker nicht verstehen. So seien die Transparente, auf denen Mateschitz mit Adolf Hitler verglichen wurde, „einfach nur deppat“ und „teilweise von dummen Leuten“ kreiert worden. (APA)