Wiener Börse

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag mit einem minimalen Kursplus beendet. Der ATX stieg um 1,82 Punkte oder 0,07 Prozen...

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag mit einem minimalen Kursplus beendet. Der ATX stieg um 1,82 Punkte oder 0,07 Prozent auf 2.502,80 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 23 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.480 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,13 Prozent, DAX/Frankfurt -0,71 Prozent, FTSE/London -0,52 Prozent und CAC-40/Paris -0,32 Prozent.

An den europäischen Leitbörsen gab es Kursverluste zu sehen. Zunächst hatten ein stärkerer Euro sowie schwache Vorgaben aus Übersee die Märkte belastet. Im Tagesverlauf kam der Euro jedoch wieder etwas zurück. Dann drückten vor allem die Sorgen um den weiter ungelösten griechischen Schuldenstreit auf die Stimmung.

Athen hat heute seinen Geldgebern neue Vorschläge für Reformen unterbreitet. Diese müssen jedoch erst „sorgfältig und mit Bedacht“ geprüft werden, sagte ein Sprecher der EU-Kommission. Mit Spannung wird nun auf den morgigen EU-Lateinamerika-Gipfel in Brüssel gewartet. Es wird damit gerechnet, dass sich am Rande des Gipfels die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande mit Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras treffen.

In Wien ging ein meldungsarmer Handelstag zu Ende. Im Zuge steigender Rohölpreise zogen Schoeller-Bleckmann Oilfield (SBO) mit plus 4,13 Prozent auf 62,96 Euro an die Spitze der Kurstafel. OMV schlossen indessen um 0,24 Prozent leichter bei 25,03 Euro. Die Kurssteigerungen bei Brent und WTI wurden am Markt auf die am Montagabend veröffentlichten Daten der US-Energiebehörde EIA zurückgeführt. Die Behörde prognostizierte, dass die US-Schieferölproduktion im Juli um 75.000 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen wird. Das wäre der dritte Monatsrückgang in Folge, so die Experten der Commerzbank.

Bankwerte konnten dagegen nach klaren Kursverlusten vom Vortag keine einheitliche Richtung finden. Während Raiffeisen um 0,49 Prozent auf 13,18 Euro absackten, erhöhten sich Erste Group um klare 1,52 Prozent auf 25,44 Euro. Beide Werte hatten am Montag deutlich Terrain abgegeben.

Auch Immobilienwerten waren vermehrt unter den Kursverlierern zu finden. Immofinanz fielen um 1,59 Prozent und CA Immo büßten 0,92 Prozent ein. Auch conwert (minus 2,20 Prozent) und Warimpex (minus 1,58 Prozent) schlossen mit Abschlägen. Das Schlusslicht im Wiener prime market bildeten indessen Palfinger mit einem satten Minus von 4,24 Prozent auf 24,50 Euro.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA552 2015-06-09/17:50