Eishockey: Tschechiens Teamchef Ruzicka zurückgetreten

Prag (APA/AFP) - Der tschechische Eishockey-Teamchef Vladimir Ruzicka ist am Dienstag zurückgetreten. Der 52-Jährige war Mitte April mit Vor...

Prag (APA/AFP) - Der tschechische Eishockey-Teamchef Vladimir Ruzicka ist am Dienstag zurückgetreten. Der 52-Jährige war Mitte April mit Vorwürfen konfrontiert worden, er hätte einem Spieler gegen Bezahlung zu einem Einsatz verholfen. Ruzicka hat stets dementiert. Am Dienstag wurden weitere Anschuldigungen publik, woraufhin er am Abend die Konsequenzen zog.

Zweieinhalb Wochen vor Beginn der Heim-Weltmeisterschaft in Prag und Ostrau, bei der Tschechien bis ins Halbfinale gekommen ist, war der Vorwurf der Bestechlichkeit erhoben worden. Demzufolge soll Ruzicka während seiner Zeit als Trainer von Slavia Prag (2012-2013) 500.000 Kronen (18.259 Euro) von einem Mann entgegengenommen haben, damit dessen Sohn zum Einsatz kommt. Ein im Internet kursierendes Video zeigt Ruzicka im Gespräch mit dem Vater eines Spielers.

Ruzicka erklärte damals, er habe im Laufe von zwei Jahren tatsächlich diese Summe Bargeld erhalten. Es habe sich jedoch um eine Spende gehandelt. Das Geld sei aufgrund rechtlicher Bedenken im November 2014 an den Spender zurückgezahlt worden.

Am Dienstag strahlte der Radio-Sender (CRo1) Aussagen weiterer Eltern aus, wonach Ruzicka gegen Provisionen die Förderung der Karrieren ihrer Söhne versprochen habe.

Die Kritik verstummte aber nicht, am Dienstagabend hatte er genug. „Ich habe mich entschieden, aufgrund der seit April laufenden, systematischen Medienkampagne gegen mich zurückzutreten. Ich habe nie etwas Illegales gemacht und ich werde mich weiter wehren, um meinen Namen reinzuwaschen“, erklärte Ruzicka.