Venezuelas Behörden untersagten Gonzalez Besuch bei Oppositionellen
Caracas/Madrid (APA/dpa) - Der frühere spanische Ministerpräsident Felipe Gonzalez ist aus Venezuela abgereist, ohne dass er zwei inhaftiert...
Caracas/Madrid (APA/dpa) - Der frühere spanische Ministerpräsident Felipe Gonzalez ist aus Venezuela abgereist, ohne dass er zwei inhaftierte Regierungskritiker hat besuchen dürfen. Die Behörden untersagten ihm ein Treffen mit Oppositionsführer Leopoldo Lopez und dem Ex-Bürgermeister von San Cristobal, Daniel Ceballos, die beide in unterschiedlichen Gefängnissen sitzen und seit über zwei Wochen im Hungerstreik sind.
Gonzalez habe Venezuela wieder verlassen, teilte das Oppositionsbündnis MUD am Dienstag mit. Spaniens Ex-Premier war am Sonntag in Venezuela eingetroffen, wo er sich mit dem oppositionellen Oberbürgermeister von Caracas, Antonio Ledezma, traf. Ledezma war aufgrund einer notwendigen Operation aus dem Gefängnis entlassen worden und steht derzeit unter Hausarrest. Auch ihm wirft die Regierung Konspiration vor.
Die sozialistische Mehrheit des venezolanischen Parlaments hatte Gonzalez zur „persona non grata“ erklärt. Staatschef Nicolas Maduro kritisierte den Besuch als Provokation der internationalen Rechten. Gonzaez war von 1982 bis 1996 spanischer Ministerpräsident und von 1974 bis 1997 Vorsitzender der Spanischen Sozialisten (PSOE).
Lopez (44) ist schon seit über einem Jahr in Haft und muss sich wegen mutmaßlicher Anstachelung zur Gewalt während der blutigen Proteste gegen die linke Regierung im Frühjahr 2014 verantworten. Am Mittwoch soll es in seinem Fall eine weitere Anhörung geben.