Auslandsinvestitionen im Baltikum im ersten Jahresdrittel gesunken

Tallinn (APA) - Die Investitionen ausländischer Firmen sind im Baltikum in den ersten vier Monaten dieses Jahres im Vergleich zu 2014 um 14 ...

Tallinn (APA) - Die Investitionen ausländischer Firmen sind im Baltikum in den ersten vier Monaten dieses Jahres im Vergleich zu 2014 um 14 Prozent zurückgegangen. Einem am Dienstag (gestern) veröffentlichten Bericht der Firma Prudentia zufolge dürften die „erweiterten Effekte des verschlechterten geopolitischen Klimas“ für den von Wirtschaftsanalysten unerwarteten Rückgang maßgeblich sein.

In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass die Investitionstätigkeit aus dem Ausland in den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen im Vorjahr noch im Aufwind war. Damals habe sich der Ukraine-Konflikt aber offenbar noch nicht in dem Maße auf die Entscheidungen der Investoren ausgewirkt. Außerdem verzeichneten die Statistiker im Monat April 2015 wieder ein Ansteigen der Investitionen.

Die größten internationalen Investitionen des heurigen Jahres kamen bisher aus Dänemark, Norwegen, Schweden und der Schweiz. Dabei handelte es sich unter anderem um Käufe im Immobilien, Finanz- und Forschungsbereich.

Unter den drei baltischen Staaten war Litauen das relativ beliebteste Ziel ausländischer Investoren, Lettland das unattraktivste. Insgesamt verzeichneten die Analysten 2015 bisher 43 internationale Geschäftsabschlüsse im Bereich Mergers and Acquisitions (M&A).