ÖVP Burgenland stellt sich in Landtag und Organisation neu auf
Eisenstadt (APA) - Nach der Wahlniederlage und dem Wechsel an der Parteispitze hat sich die ÖVP Burgenland nun auch im Landtag und in der Pa...
Eisenstadt (APA) - Nach der Wahlniederlage und dem Wechsel an der Parteispitze hat sich die ÖVP Burgenland nun auch im Landtag und in der Parteiorganisation neu aufgestellt. Neuer Klubobmann wird der bisherige Landesgeschäftsführer Christian Sagartz, dessen Agenden nun Christoph Wolf übernimmt, gab der geschäftsführende Parteiobmann Thomas Steiner am Mittwoch bekannt.
Zweiter Landtagspräsident wird der bisherige Klubobmann Rudolf Strommer. Er habe heute dem ÖVP-Landesparteivorstand seine Vorschläge für die personellen Besetzungen gemacht. Diese seien auch „mit einer sehr, sehr großen Mehrheit“ beschlossen worden, erklärte Steiner.
Von den drei neu zu besetzenden Landesmandaten übernimmt eines ÖVP-Chef Steiner selbst. Das zweite soll ÖAAB-Landesobmann Bernhard Hirczy ausüben, das dritte erhält der Oberwarter Stadtchef Georg Rosner. Das ebenfalls zu vergebende Bundesratsmandat übernehme Vizebürgermeisterin Marianne Hackl aus Wörterberg im Bezirk Güssing.
„Ich denke, dass wir mit dieser personellen Zusammensetzung ein sehr, sehr schlagkräftiges personelles Team sein werden“, sagte Steiner. Er sei auch überzeugt davon, „dass das Burgenland eine schlagkräftige und sehr besonnene und entschlossene Opposition braucht“.
Die Oppositionsrolle sei für die ÖVP Burgenland „ein neuer, ungewohnter Weg“, so der neue Landesgeschäftsführer Wolf, der darin auch „viele Chancen“ für die ÖVP und für das Burgenland sah. „Es wird kein Spaziergang“, das sei klar. Die ÖVP wolle neue Konzepte und Ideen aufzeigen. Als zweitstärkste Partei müsse man die Strukturen an den neuen Gegebenheiten ausrichten.
Trotz aller Schwierigkeiten der vergangenen Tage werde die ÖVP „einen sehr, sehr positiven und guten Weg“ nehmen. „Wir sind bereit, wir haben uns neu aufgestellt“, man werde die Chancen, die der neue Weg mit sich bringe, nutzen.
Mit den heutigen Beschlüssen sei „gewährleistet, dass die rot-blaue Regierung von der ersten Sekunde an mit einer starken Opposition, mit einer starken Volkspartei rechnen muss“, erklärte der neue Klubobmann Sagartz.
Alles, was man bisher gelesen und gesehen habe, deute darauf hin, „dass dieser rot-blaue Regierungspakt eine große Herausforderung für dieses Land wird“. Es gelte, Fehlentwicklungen aufzuzeigen und hintanzuhalten: „Dazu ist die Volkspartei bereit“, so Sagartz. Die ÖVP habe sich entschlossen, „besonnen und entschlossen“, sowie sachlich kritisch zu agieren.
„Nahezu die Hälfte des gesamten ÖVP-Teams wurde erneuert“, sagte der designierte Zweite Landtagspräsident Strommer. Seine Aufgabe werde sein, in der Präsidiale auf die Rechtsstaatlichkeit zu achten und im neu geschaffenen Präsidium die Landtagssitzungen vorzubereiten. „Es wird eine ehrenvolle Aufgabe sein, auf die Würde des Hauses zu achten und sicherzustellen, dass die Kontrollrechte des Landtages und die Kontrollrechte der einzelnen Mandatare auch entsprechend gewährleistet sind“, so Strommer.
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