Myanmars Oppositionsführerin Suu Kyi besucht erstmals China

Peking (APA/dpa/AFP) - Die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist am Mittwoch zu ihrem ersten Besuch in China eingetroffen. Ne...

Peking (APA/dpa/AFP) - Die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist am Mittwoch zu ihrem ersten Besuch in China eingetroffen. Neben Staats- und Parteichef Xi Jinping wird die Politikerin in Peking auch von Regierungschef Li Keqiang empfangen, wie ein Sprecher ihrer Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) berichtete.

Eingeladen wurde Suu Kyi von der regierenden Kommunistischen Partei Chinas. Der große Nachbar war einer der wenigen Unterstützer des früheren Militärregimes, das Suu Kyi 15 Jahre unter Hausarrest einsperrte. Heute ist China mit Abstand der größte Investor in Myanmar (Burma).

Die Beziehungen sind angespannt, da Kämpfe zwischen Regierungstruppen und chinesisch-stämmigen Rebellen im Norden des kleinen Nachbarlandes die Stabilität in der Grenzregion beeinträchtigen. Der Sprecher des Außenministeriums, Hong Lei, forderte das Regime in Rangun auf, „die Kämpfe zu beenden und die Spannungen abzubauen“, um Frieden an der Grenze wiederherzustellen. Der fünftägige Besuch von Suu Kyi spiegle den gemeinsamen Wunsch beider Länder wider, die Beziehungen zu verbessern, kommentierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Dass die 69-jährige wie der in China inhaftierte Bürgerrechtler Liu Xiaobo auch Friedensnobelpreisträgerin ist, wurde in Chinas Staatsmedien nicht erwähnt. Suu Kyis Partei hofft bei der Parlamentswahl vor Ende des Jahres auf einen Sieg. Sie hat nach Einschätzung von Analysten gute Aussichten.