Weitere Stronach-Mandatare könnten zur ÖVP wechseln
Es wird spekuliert, dass die ehemalige Stronach-Frontfrau Kathrin Nachbaur und Rouven Ertlschweiger ihren Parteikollegen Franz und Vetter in den VP-Klub folgen könnten. Zumindest ein Wechsel von Nachbaur wurde am Nachmittag dementiert.
Wien – Zwei weitere Nationalratsabgeordnete könnten vom Team Stronach zur ÖVP wechseln. Am Mittwoch verdichteten sich die Anzeichen dafür, dass es sich dabei um die ehemalige Klubchefin, Kathrin Nachbaur, und Rouven Ertlschweiger handelt. Weder die ÖVP, noch das Team Stronach bestätigten die Gerüchte. Im Gegenteil wurde am Nachmittag von TS-Mandatar Robert Lugar dementiert, dass Nachbaur den Klub verlassen könnte. Einen Wechsel habe sie im Gespräch mit ihm und Klubobfrau Waldtraud Dietrich „aufs Entschiedenste verneint“, sagte Lugar am Mittwoch vor Journalisten im Parlament. Entsprechende Wechsel-Gerüchte bezeichnete Lugar als falsch und „Zeitungsente“.
Das heißt freilich nicht, dass es nicht doch weitere Überläufer in den schwarzen Klub geben könnte: Den ebenfalls als Wackelkandidaten genannten Rouven Ertlschweiger haben Lugar und Dietrich nicht erreicht. Ertlschweiger habe eine neue Telefonnummer, vielleicht liege es daran, erklärte Lugar. Erst vor einer Woche hatten die Stronach-Leute Marcus Franz und Georg Vetter das Lager gewechselt.
„Das sind Gerüchte, die wir nicht bestätigen können“, hieß es hingegen im ÖVP-Klub. Ein Sprecher des Team Stronach-Klubs meinte jedoch noch am Vormittag: „Was wir wissen ist, dass (ÖVP-Klubchef Reinhold, Anm.) Lopatka unsere Abgeordneten fleißig kontaktiert.“ Selbst Mandatare des NEOS-Klubs sollen in den Sucher der ÖVP geraten sein, heißt es.
Unter vorgehaltener Hand hielt man es auch in der ÖVP nicht für ausgeschlossen, dass Nachbaur und Ertlschweiger in den schwarzen Klub übertreten könnten. Die Chancen dafür stünden „70:30“, sagte etwa ein Mitarbeiter Mittwochnachmittag. Präsentiert würden diese allerdings - sollte es dazu kommen - frühestens am Donnerstag.
Nachbaur und Ertlschweiger waren vorerst für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (tt.com/APA)