Zürcher Börse schließt mit deutlichen Gewinnen
Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch nach einem leicht schwächeren Start am Ende deutliche Gewinne verzeichnet. ...
Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch nach einem leicht schwächeren Start am Ende deutliche Gewinne verzeichnet. Der Swiss Market Index (SMI) überschritt die wichtige Marke von 9.000 Punkten wieder klar und schloss 1,36 Prozent höher bei 9.102,70 Punkten.
Der 30 Titel umfassende, in der Titelgewichtung gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 1,31 Prozent auf 1.368,89 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,22 Prozent auf 9.249,42 Zähler.
Im Tagesverlauf sprachen Händler zunächst von einer eher technischen Erholung, nachdem der SMI die letzten vier Tage im Minus geschlossen und dabei fast 300 Punkte eingebüßt hatte. Kurz vor Handelsschluss verlieh die Hoffnung auf eine Einigung im griechischen Schuldenstreit dem Leitindex zusätzlichen Rückenwind. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, dass Deutschland erwäge, den Griechen einen gestaffelten Deal anzubieten.
Am Morgen hatte bereits die Hoffnung, dass ein Treffen am Mittwoch zwischen Europas Spitzenpolitikern François Hollande und Angela Merkel mit Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras wieder Bewegung in die Schuldenverhandlungen bringen könnte, die Märkte am Morgen etwas stabilisiert, so ein Analyst. Die Volatilität am Rentenmarkt hielt unterdessen an: Die Erholung nach einem anfänglichen Einbruch habe am Nachmittag stabilisierend gewirkt, ebenso wie Zugewinne an den US-Börsen, hieß es am Markt.
Am Berichtstag standen die in der Schweiz notierten Papiere des österreichischen Halbleiterherstellers S im Fokus, die um 21 Prozent abstürzten. Das Unternehmen soll laut einem Medienbericht einen Schlüsselkunden verloren haben: Apple wolle in der nächsten Produktgeneration keine NFC-Verstärker des österreichischen Unternehmens mehr einbauen, hieß es.
An der SMI/SLI-Tabellenspitze standen Actelion (+3,2 Prozent). Die Titel profitierten weiter von (jüngst verstärkten) Übernahmespekulationen. Auch die Luxusgütertitel Swatch (+2,8 Prozent) und Richemont (+2,0 Prozent) sowie Adecco (+2,3 Prozent) legten deutlich zu. Unter den klaren Gewinnern präsentierten sich zudem die Bankentitel Julius Bär, UBS (je +2,2 Prozent) und Credit Suisse (+1,1 Prozent). Die Ratingagentur S&P erhöhte den Ausblick für das Schweizer Geschäft der Großbanken von „negativ“ auf „stabil“.
Unter den größten Blue-Chips-Gewinnern waren zudem Roche (+2,2 Prozent) zu finden, die damit für fast ein Viertel des SMI-Gewinns verantwortlich waren. Der Basler Pharmakonzern erhielt für sein Sklerose-Medikament Actemra/Roactemra von der US-Gesundheitsbehörde FDA den „Breakthrough Therapy“-Status. Damit dürfte die Entwicklung und Zulassung des Medikamentes deutlich schneller über die Bühne gehen.
Novartis (+1,6 Prozent) präsentierte vielversprechende Phase-III-Studiendaten für das Medikament Secukinumab zur Behandlung der Rheumaerkrankung Morbus Bechterew. Nicht ganz mithalten konnte mit Nestlé (+0,7 Prozent) das dritte SMI-Schwergewicht.
Auf der Verliererseite nachrichtenlos Transocean (-0,5 Prozent), Syngenta und Zurich (je -0,1 Prozent).
~ ISIN CH0009980894 ~ APA573 2015-06-10/18:38