Ein Defekt und seine Folgen: 14.000 Haushalte ohne Strom
In rund 14.000 Haushalten in Innsbruck und Umgebung gingen am Mittwochabend kurzzeitig die Lichter aus. Die Leitstelle Tirol war wegen hunderter Auskunftsanrufe stark unter Druck.
Innsbruck – Zack und weg war er. Gegen 21.30 Uhr fiel in der Innsbrucker Reichenau, in Teilen Pradls sowie in den Mittelgebirgsgemeinden Aldrans, Igls, Lans und Sistrans der gesamte Strom aus. Rund 14.000 Haushalte waren vom Netz getrennt. Während im Stadtgebiet die Stromversorgung bereits nach 15 Minuten wiederhergestellt werden konnte, saßen die Umlandgemeinden teils bis 22 Uhr im Dunkeln.
So schnell der Spuk wieder vorbei war, so intensiv hatten die Innsbrucker Kommunalbetriebe, die Leitstelle und auch die Feuerwehren mit dem Stromausfall zu tun.
Auslöser des Ausfalls, sagte gestern Roland Tiwald, Geschäftsbereichsleiter Strom
Netz bei den Innsbrucker Kommunalbetrieben (IKB), sei eine Verbindungsmuffe zweier unterirdischer Kabel im Mittelspannungsnetz im Bereich der Olympiabrücke gewesen. Die in solchen Bereichen eingesetzten Isolierungen würden nicht ewig halten, so Tiwald. Und wenn eine so wie gestern kaputt wird, komme es zu weiteren Folgeschäden, die in Summe dann eben zu Stromausfällen führen würden.
Der „Übeltäter“ wurde aber rasch von den IKB lokalisiert. Gestern wurde die schadhafte Stelle professionell repariert.
Für die Berufsfeuerwehr und die freiwilligen Wehren Mühlau und Reichenau führte der Stromausfall aber zu einer Vielzahl an Einsätzen, wie Bereitschaftsoffizier Christoph Grubhofer der TT schilderte: „Gleich mehrere Lifte waren binnen kurzer Zeit außer Betrieb.“ Personen, die darin eingeschlossen waren, mussten per Not-Entriegelung befreit werden. Auch so mancher Brandmelder schlug aufgrund des Stromausfalls an. Verletzte gab es aber keine zu beklagen. Ersten Meldungen zufolge sollen aber technische Geräte wie bspw. Internet-Modems teilweise beschädigt worden sein.
Gleich Hunderte Anrufe in nur wenigen Minuten verzeichnete indes die Leitstelle Tirol. Notruf-Disponenten mussten sogar nachalarmiert werden. Leitstellen-Geschäftsführer Bernd Noggler bittet die Bevölkerung darum, „bei Stromausfall nicht in der Leitstelle für Auskünfte anzurufen.“ Dies blockiere im Notfall die Leitungen. (mami, TT)