Kein Durchbruch bei EU-Gesprächen über Krise in Mazedonien

Skopje/Brüssel (APA/Reuters) - Bei den Verhandlungen zur Lösung der politischen Krise in Mazedonien unter Vermittlung der EU hat es am Mittw...

Skopje/Brüssel (APA/Reuters) - Bei den Verhandlungen zur Lösung der politischen Krise in Mazedonien unter Vermittlung der EU hat es am Mittwochabend keinen Durchbruch gegeben. Die Gespräche seien offen und detailliert gewesen, hätten aber zu keiner abschließenden Vereinbarung geführt, teilte die EU-Kommission mit.

Der zuständige Kommissar Johannes Hahn leitete die Verhandlungen mit den vier größten politischen Gruppen in der ehemaligen jugoslawischen Republik. Die EU rief alle Parteien dazu auf, an einem dauerhaften Kompromiss zu arbeiten.

In dem Balkanland kam es Mitte Mai nahe der Grenze zum Kosovo zu tödlichen Gefechten. Die Regierung Mazedoniens gab „albanischen Terroristen“ die Schuld. Die Opposition in Mazedonien wirft Ministerpräsident Nikola Gruevski Amtsmissbrauch, unrechtmäßige Abhörmaßnahmen und das Schüren von Konflikten in dem Vielvölkerstaat vor. Mazedonien ist seit 2005 EU-Beitrittskandidat.