Wieder Wechsel im Schutzgebiet
Obsteig – Lange vor den Diskussionen über die Ausweisung von weiteren Natura-2000-Schutzgebieten wurden vom Land Tirol vom Mieminger Plateau...
Obsteig –Lange vor den Diskussionen über die Ausweisung von weiteren Natura-2000-Schutzgebieten wurden vom Land Tirol vom Mieminger Plateau bis Imst vier Naturschutzgebiete definiert: die Mieminger Lärchenwiesen, die Heimat des Deutschen Skorpions am Antelsberg, die Rosengartenschlucht und das Ruhegebiet Muttekopf in Imst. Bisher war die vom Land Tirol finanzierte Gebietsbetreuung fest in Frauenhand. Erst im August des vergangenen Jahres löste die junge Biologin Maria Höpperger Kerstin Blassnig ab. Nach nicht einmal einem Jahr warf nun Höpperger ebenfalls das Handtuch: „Ich möchte mich beruflich anders orientieren“, so ihre offizielle Stellungnahme. Nun sollte es zum ersten Mal ein Mann richten: Felix Lassacher heißt der studierte Ökologe und Zoologe aus Innsbruck.
Für den Neuen sind die vier Schutzgebiete kein Neuland: „Ich bin seit einem Jahr in Landesdiensten und hatte im Kontext mit diversen Projekten mit den Gebieten schon zu tun. Ab sofort bin ich übrigens auch für das Natura-2000-Gebiet nähe Fernpass zuständig.“ Wie für alle Betreuer werden auch für Lassacher die Mieminger Lärchenwiesen den Löwenanteil der Arbeit ausmachen. „Gott sei Dank lässt das Interesse der Grundbesitzer in der neuen Förderperiode nicht nach, die Flächen werden tendenziell größer“, sieht der Ökologe darin ein Einstandsgeschenk. Er werde darüber hinaus versuchen, die Zusammenarbeit mit der Uni Innsbruck zu forcieren, mit wissenschaftlichen Arbeiten würden die Schutzgebiete aufgewertet. Sollte am Tarrenzer „Sinnesbrunn“ tatsächlich ein neues Natura-2000-Gebiet entstehen, könne er sich vorstellen, auch das unter seine Fittiche zu nehmen. Die Reaktivierung des Landschaftserhaltungsvereines Gurgltal wird wohl auch für den Neuen schwierig, seine Vorgängerin ortete wenig Interesse bei den Dorfchefs. (huda)