Temporäre „Fuzo“ wurde in Geheimsitzung abgesegnet
Ab dem 18. Juli wird die Kramergasse an Wochenenden wieder eine Fußgängerzone, beschloss der Gemeinderat im nicht-öffentlichen Teil.
Von Alexander Paschinger
Imst –Vorab – die Fußgängerzone an den Sommer-Wochenenden wird es auch heuer wieder in der Imster Kramergasse geben. Und zwar ab dem 18. Juli bis zum letzten Augustwochenende jeweils von Samstag 10 Uhr bis Sonntag 22 Uhr.
Doch was für den Imster Bürgermeister eine bloße Fortschreibung der „bespielten Fußgängerzone“ darstellt, ist für die oppositionelle Initiative für Imst, kurz IFI, unter StR Helmuth Gstrein und GR Andrea Jäger ein glatter Affront: „Das Ganze passierte praktisch in einer Geheimsitzung nach der letzten Gemeinderatssitzung“, empört sich Gstrein. „Wäre das in einer Vorbesprechung Thema gewesen, wäre es auch noch kein Problem“, ergänzt Jäger. Nun aber sei man plötzlich mit einem Tagesordnungspunkt konfrontiert gewesen, „bei dem man eigentlich Transparenz versprochen hatte“. So allerdings enthielten sich die beiden bei der Abstimmung am Dienstag aus Protest der Stimme. „Man hätte das Thema schon längst offen behandeln können und nicht so plötzlich und überfallsartig“, geht die Kritik direkt an Bürgermeister Stefan Weirather. „Ich bin dagegen, dass bei so einem Thema die Öffentlichkeit ausgeschlossen ist“, stellt Gstrein klar.
Der Angesprochene will die Kritik so nicht gelten lassen: „Wir hätten die Sache ja auch im Stadtrat eine Woche zuvor beschließen können – aber da waren nur drei Mitglieder anwesend.“ Auch Helmuth Gstrein habe da gefehlt, so habe er halt den Gemeinderat damit befassen müssen. Und warum im nicht-öffentlichen Teil? „Ich wollte wissen, wie die Gemeinderäte dazu stehen und wie sie das Ganze einschätzen.“ Dafür habe er halt diesen Rahmen gewählt.
„Es ging nur noch darum, ob von 9 Uhr, 14 Uhr oder eine Zwischenlösung ab 10 Uhr“, hält Gstrein dagegen. Außerdem sei das Abstimmungsergebnis nicht ganz klar: „Es waren zwölf dafür, aber keine Ahnung, wie viele dagegen oder Enthaltungen.“ Weirather spricht gegenüber der TT wiederum von 13 Zustimmungen. Letztlich würde für ihn die klare Mehrheit im 19-köpfigen Stadtparlament zählen. Der Stadtchef ortet hier Vorwahlgeplänkel. Für die Fraktion IFI ist es hingegen Geheimpolitik.