Erste-Chef Treichl wird Obmann der Bundessparte Bank und Versicherung

Wien (APA) - Andreas Treichl, Vorstandsvorsitzender der Erste Group, spricht künftig für den heimischen Banken- und Versicherungssektor. Tre...

Wien (APA) - Andreas Treichl, Vorstandsvorsitzender der Erste Group, spricht künftig für den heimischen Banken- und Versicherungssektor. Treichl wurde heute, Donnerstag, einstimmig zum neuen Obmann der Bundessparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) gewählt. Er folgt Walter Rothensteiner, der nach 18 Jahren und dreieinhalb Perioden nicht mehr wiedergewählt werden konnte.

Treichl hebt in der Aussendung der WKÖ die niedrigen Zinsen und das „extrem hohe Regulierungsniveau“ als besondere Herausforderungen für seine Tätigkeit heraus. Die Vermittlung der Rolle und Bedeutung der Banken und Versicherungen „gerade gegenüber Entscheidungsträgern“ stehe im Vordergrund. „Wettbewerbsfähige nationale und internationale Rahmenbedingungen für die Branche sind essenziell, damit diese ihrer Rolle als ‚Blutkreislauf der Wirtschaft‘ nachkommen und die erforderlichen Investitionen finanzieren kann. Diese sind die Basis für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohlstand in Österreich.“

Treichl betont den Dank an seinen Vorgänger. Mehr als drei Funktionsperioden lang habe Rothensteiner „erfolgreich und mit unermüdlichem Engagement die Kredit- und Versicherungswirtschaft auf nationaler und europäischer Ebene vertreten. Auch WKÖ-Präsident Christoph Leitl nimmt den Abschied zum Anlass für besonderen Dank: „Ich danke Walter Rothensteiner im Namen der Wirtschaftskammer Österreich für seinen ebenso erfolgreichen wie unermüdlichen Einsatz im Dienste des heimischen Bankensektors. Seine nachhaltigen Leistungen reichen von der erfolgreichen Euro-Umstellung bis zur Basel-III-Umsetzung. Gemeinsam konnten wir in diesen Jahren einiges bewegen.“

Rothensteiner selber verweist auf die Umbrüche im Bankensektor seit seinem Amtsantritt 1997. Das wirtschaftliche und regulatorische Umfeld für Banken habe sich „jedenfalls drastisch verändert“. Von der Euro-Umstellung bis zur Basel-III-Umsetzung spanne sich der Bogen, „heute dominiert die Anpassung an das regulatorische Umfeld, das ‚New Normal‘ des Bankwesens. Einen Erfolg habe ich immer dann gesehen, wenn wir gemeinsam mit der Politik eine vernünftige Lösung für beide Seiten gefunden haben“, so Rothensteiner in der Aussendung.

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