Suzukis praktisches Raumwürfelchen
Motor: Dreizylinder-Benziner...
Von Reinhard Fellner
Innsbruck –Suzuki gilt seit jeher als Kleinwagen- und Allradprofi. Der neue Celerio verdient als Nachfolger der Modelle Alto und Splash deshalb Augenmerk. Der erste Augenkontakt wirkt jedoch ernüchternd. Folgt doch der Celerio ganz der Funktion und wirkt mit 1,54 Metern recht hochgewachsen. 2,43 Meter Radstand bei 3,6 Metern Länge verraten jedoch die Modernität des Konzepts. Dieses offenbart sich schon beim ersten Einstieg. Weit öffnen die Türen und ermöglichen einen verrenkungsfreien Einstieg auf die hoch montierten Sitze. Auch sonst erweist sich der Celerio als Raumwunder seiner Klasse. So können in dem „Micro-Van“ vier Personen bequem sitzen. Jawohl, bequem – und zwar auch hinten, wo der Celerio überraschend viel Beinfreiheit bereitstellt und durch genügend Raumhöhe mehr Kopffreiheit bietet als so manches Mittelklassemodell.
Auch der Kofferraum stellt mit 240 Litern einen Klassenbestwert dar, 1053 Liter werden es, wenn Suzukis Raumwürfelchen bis oben vollgepackt wird.
Luftig geht es dann auch beim Fahren zu. Nicht nur, weil der Wendekreis gerade 9,4 Meter beträgt, wiegt der Suzuki durch ein besonders leichtes Chassis doch gerade mal 835 Kilogramm und lässt so seinen drehfreidigen 68-PS-Dreizylinder vom Leistungsgewicht her in einem ganz anderen Licht dastehen.
Freudig schnurrt und knurrt der Celerio damit durch Stadt und Land. Durch das gut abgestimmte Fünfganggetriebe geht dem Kleinen nie die Luft aus. In 14 Sekunden sind 100 km/h und somit in die Tirol meist das Autobahnlimit erreicht, heutzutage fast schon frivole 55 km/h mehr beträgt die Höchstgeschwindigkeit. Erfreulich: Mehr als 5,4 Liter Super wollte das Ein-Liter-Aggregat nicht schlürfen.
Literweise Getränke dürfen dafür die Passagiere des Celerio mit sich führen. So reicht der Kofferraum nicht nur beispielsweise für neun 1,5-Liter-Sechserträger, sondern warten vor dem Schaltknüppel noch zwei Flaschenhalter.
Überhaupt vermochte der funktionale Innenraum zu überzeugen. Speziell das routiniert gemachte Armaturenbrett hebt den Celerio beim Qualitätseindruck etwas empor. Ein USB-Anschluss direkt in der Mittelkonsole und eine reibungslose Bluetooth-Verbindung erfreuen die Nutzer von Smartphones.
Für Senioren könnte hingegen interessant sein, dass man den Celerio für kleines Geld (11.690 Euro) auch mit Automatik ordern kann und somit wohl eines der übersichtlichsten und am leichtesten zu fahrenden Autos am Markt erwirbt. Gut ausgestattet ist er sowieso. So bietet schon die mittlere Ausstattungsstufe „clear“ Klimaanlage, Bluetooth/USB-Radio, Freisprecheinrichtung und ein elektronisches Stabilitätsprogramm. Gerade 10.990 Euro will der Suzuki-Händler dafür. Für gerade 240 Euro lässt sich die Garantie auf fünf Jahre verlängern.