Börse London schließt moderat höher

London (APA) - Der Londoner Aktienmarkt hat am Donnerstag mit kleinen Kursgewinnen geschlossen. Der FT-SE-100 Index schloss bei 6.846,74 Pun...

London (APA) - Der Londoner Aktienmarkt hat am Donnerstag mit kleinen Kursgewinnen geschlossen. Der FT-SE-100 Index schloss bei 6.846,74 Punkten und einem Plus von 16,47 Einheiten oder 0,24 Prozent. Unter den im Leitindex gelisteten Titeln standen sich 68 Gewinner und 31 Verlierer gegenüber. 2 Titel schlossen unverändert.

Genauso wie das europäische Umfeld wurde die Londoner Börse kurz vor Schluss von der Aussage des IWF-Sprechers Gerry Rice getroffen. Er erklärte, dass weiterhin „wesentliche Differenzen in entscheidenden Punkten“ bestünden und dass kein Fortschritt erzielt worden sei. Eine Einigung wäre daher noch weit entfernt. Die europäischen Börsen rutschten daraufhin deutlich zurück. Der „Footsie“ drehte zwischenzeitlich sogar ins Minus ehe er letztendlich knapp im Plus schloss.

Viel Aufmerksamkeit erhielten auch die Handlungen der britischen Regierung zum Verkauf an Anteilen zweier Unternehmen. Auf der einen Seite verkündete London, dass die Hälfte der 30-prozentigen staatlichen Beteiligung an der Royal Mail in den vergangenen Tagen zum Stückpreis von 500 Pence verkauft wurden. Damit konnten in Summe 750 Mio. Pfund (1 Mrd. Euro) lukriert werden. Mit diesen zusätzlichen Mitteln sollten Staatsschulden reduziert werden, erklärte die Regierung. In weiterer Folge will sich Großbritannien komplett aus dem Unternehmen zurückziehen. Royal Mail stürzten um 4,49 Prozent ans Ende des FTSE-100 ab.

Auf der anderen Seite wird auch bei der Royal Bank of Scotland (RBS) der endgültige Ausstieg vorangetrieben, sogar auf Kosten eines Verlusts. Der Finanzminister George Osborne signalisierte am Mittwochabend die Bereitschaft den 79-prozentigen Anteil an der Bank abzustoßen. Ein derzeitiger Verkauf würde dem Staat allerdings einen Verlust von 13 Mrd. Pfund bringen. Der Verkauf solle laut Osborne in den nächsten Monaten stattfinden. Die Aktien der RBS schlossen mit einem klaren Aufschlag von 1,89 Prozent.

Der britisch-niederländische Energiekonzern Shell erwägt unterdessen die Einstellung eines Fracking-Projekts in der Ostukraine. Aufgrund „höherer Gewalt“ habe Shell das Projekt zur Erschließung des Gasfeldes Jusiwska seit längerer Zeit nicht weiter verfolgen können, teilte der Energieriese mit Blick auf die Kampfhandlungen in der Gegend mit. Die Shell-Werte gingen gut behauptet mit plus 0,03 Prozent aus dem Handel.

~ ISIN GB0001383545 ~ APA546 2015-06-11/18:23