US-Börsen im Verlauf einheitlich moderat im Plus

New York (APA) - Die US-Börsen haben sich am Donnerstag im Verlauf weiter einheitlich im Plus gezeigt. Gute Daten aus dem US-Einzelhandel so...

New York (APA) - Die US-Börsen haben sich am Donnerstag im Verlauf weiter einheitlich im Plus gezeigt. Gute Daten aus dem US-Einzelhandel sorgten für etwas Aufwind. Verunsichert wurden die Anleger dagegen einmal mehr von neuen Nachrichten zur Griechenland-Krise.

Gegen 19.00 Uhr notierte der Dow Jones mit einem moderaten Plus von 54,35 Zählern oder 0,30 Prozent bei 18.054,75 Punkten. Der S&P-500 Index lag mit 4,74 Punkten oder 0,23 Prozent in der Gewinnzone bei 2.109,94 Zählern. Der Nasdaq Composite Index stieg leicht um 4,70 Zähler oder 0,09 Prozent auf 5.081,39 Einheiten.

Noch vor Börsenstart wurden die Einzelhandelsumsätze für Mai publiziert. Diese stiegen im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Prozent. Analysten hatten in etwa mit diesem Wert gerechnet. Die Zahlen würden bestätigen, dass die Konjunkturschwäche zu Beginn des Jahres wetterbedingt gewesen sei, kommentierte Analyst James Knightley von der ING Bank. Anleger könnten sich jetzt genauer auf eine bevorstehende Zinswende vorbereiten, die Knightley am wahrscheinlichsten für September prognostiziert.

Auch die Importpreise zeigten im Vergleich zum Vormonat einen Anstieg von 1,3 Prozent an, Experten hatten hingegen mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet.

Einmal mehr stand indessen die Griechenland-Krise im Fokus. Für Unsicherheit sorgte die Aussage des IWF-Sprechers Gerry Rice. Dieser erklärte, dass weiterhin „wesentliche Differenzen in entscheidenden Punkten“ zwischen Athen und seinen Geldgebern bestünden und dass kein Fortschritt erzielt worden sei. Eine Einigung wäre daher noch weit entfernt.

Im Dow Jones legten Boeing 1,08 Prozent zu. Der US-Flugzeughersteller hat seine langfristige Absatzprognose angehoben. Für die nächsten 20 Jahre sagt Boeing eine Nachfrage für 38.050 neue Flugzeuge im Wert von 5,6 Billionen Dollar voraus - damit liegt die Prognose um 3,5 Prozent höher als im Vorjahr.

Mit einem Aufschlag von 4,95 Prozent rückten auch die Aktien des Online-Speichermediums Box in den Fokus, nachdem das Unternehmen seine Umsatzprognose für das zweite Quartal erhöht hat. Zudem legte Box besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen vor. Statt einem Verlust je Aktie in Höhe von 31 Cent meldete das Unternehmen einen Fehlbetrag von nur 28 Cent je Titel.

Nike hat indessen einen großen Fisch an Land gezogen. Der US-Sportartikelhersteller wird ab der Saison 2017/18 offizieller Ausrüster der Basketball-Profiliga NBA und löst damit den Erzrivalen Adidas ab. Der Vertrag beläuft sich auf acht Jahre, Adidas ist seit 2006 Partner der NBA. Das deutsche Unternehmen hatte für den Elf-Jahres-Vertrag damals rund 400 Mio. Dollar gezahlt. Zum Nike-Deal wurden keine finanziellen Details veröffentlicht. Die Nike-Papiere zogen im Verlauf um 0,50 Prozent an.

Die Aktien von 21st Century Fox gaben indessen 1,00 Prozent ab. Rupert Murdoch bereitet laut US-Medienberichten seinen Rücktritt als Vorstandschef des Unterhaltungskonzerns vor. Übernehmen soll den Spitzenjob sein Sohn James. Mit einer entsprechenden Mitteilung des Unternehmens werde in Kürze gerechnet.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA572 2015-06-11/19:10