Europas Leitbörsen zur Eröffnung etwas schwächer
Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Freitag im Frühhandel überwiegend mit etwas schwächerer Tendenz gezeigt. De...
Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Freitag im Frühhandel überwiegend mit etwas schwächerer Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.30 Uhr mit minus 0,29 Prozent bei 3.541,72 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,30 Prozent auf 11.298,35 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,24 Prozent bei 6.830,20 Punkten.
Börsianern verwiesen zur Begründung für die Abschläge vor allem auf die wieder wachsenden Sorgen um Griechenland. Die EU gibt der Athener Regierung noch eine Woche, um mit den Gläubigern zu einer Einigung im Schuldenstreit zu kommen. „Es gibt keine Zeit mehr für Spielchen“, hatte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Donnerstag gesagt.
Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung bereitet sich Berlin auf eine Staatspleite Athens vor. Unter Berufung auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen berichtete die Zeitung, es gebe konkrete Beratungen, was im Falle einer Pleite zu tun sei. Danach sei unter anderem im Gespräch, Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland einzuführen.
Auch der Konjunkturkalender hat einiges zu bieten zum Wochenschluss: Am Vormittag könnte die europäische Industrieproduktion Impulse liefern. Am Nachmittag steht unter anderem der vorläufige Wert für den Indikator der Uni Michigan im Blickpunkt. Auch die US-Erzeugerpreise stünden auf der Agenda. Sie dürften keine Hinweise auf fallende Preise liefern, hieß es von einem Experten.
Zu den größeren Verlierern im Euro-Stoxx-50 zählten kurz nach Sitzungsbeginn Philips mit minus 0,80 Prozent. BASF und Bayer gaben um jeweils rund 0,5 Prozent nach. Unilever schwächten sich um 0,45 Prozent ab.
Unter den Autowerten sanken BMW um 0,67 Prozent. Der Autobauer bleibt beim Absatzwachstum in diesem Jahr weiter deutlich hinter dem Erzrivalen Mercedes-Benz zurück. Im Mai seien 159.129 Autos der Marke BMW verkauft worden und damit vier Prozent mehr als vor einem Jahr, teilte der Münchener Konzern mit. Damit hat das Wachstumstempo weiter nachgelassen. Aktien von Daimler notierten im Frühhandel um 0,45 Prozent leichter.
Der US-Pay-TV-Anbieter Dish führt Insidern zufolge Gespräche mit Banken zur Finanzierung der angestrebten Fusion mit der Deutschen-Telekom-Tochter T-Mobile US. Es gehe um 10 bis 15 Mrd. Dollar, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen am Donnerstag. Damit solle der Bar-Anteil der Transaktion gestemmt werden. Die Aktien der Deutschen Telekom verbesserten sich bis dato marginal um 0,06 Prozent.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA076 2015-06-12/09:48