Prozession mit Sonderstatus
Weerberg – Ein schöneres Bild gelebter Tradition als jenes, das Weerberg gestern bot, gibt es selten. Das ganze Dorf war in der Früh auf den...
Weerberg –Ein schöneres Bild gelebter Tradition als jenes, das Weerberg gestern bot, gibt es selten. Das ganze Dorf war in der Früh auf den Beinen, um an der Herz-Jesu-Prozession teilzunehmen, mit der die Berggemeinde tirolweit einen Sonderstatus einnimmt. Werden die Herz-Jesu-Prozessionen im ganzen Land am Sonntag abgehalten, halten die Weerberger am Termin fest, den Papst Pius IX. im Jahr 1856 für die ganze katholische Kirche einführte. Demnach wird das Herz-Jesu-Fest acht Tage nach Fronleichnam (am Freitag) gefeiert.
An die 1500 Teilnehmer hielten gestern diese Tradition hoch. Die Bundesmusikkapelle Weerberg umrahmte den Prozessionszug. Schützenabordnungen aus Nord-, Ost-, Südtirol und Bayern und allen voran die Weerberger Kompanie marschierten mit – ebenso wie LR Johannes Tratter und Landeskommandant Fritz Tiefenthaler. Noch nie gefehlt seit seinem Amtsantritt in Schwaz hat der Schwazer Bezirkshauptmann Karl Mark Auch die Klassen der Schwazer Mittelschulen und des Polytechnischen Lehrganges in Schwaz mit Weerberger Schülern hatten unterrichtsfrei, um dabei zu sein.
Das Allerheiligste trug heuer Bischof Manfred Scheuer persönlich, der auch die Messe zelebrierte. (hh)