APA Medien News: Watson.at, Styria-Haus, ORF-Newsroom, fjum-Tagung

Wien (APA) - xxx...

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Watson.at: Das Schweizer Online-Portal Watson.ch will 2016 in Österreich starten. Dies erklärte Watson.ch-Gründer Hansi Voigt am Freitag am Rande einer Tagung des forum journalismus und medien wien (fjum) im Gespräch mit der APA. Man werde zuerst nach Deutschland gehen, danach sei der Launch von Watson.at geplant. Punkto Watson.de sei man bereits „in sehr konkreten Gesprächen, für Österreich müssen wir erst noch einen Partner finden“, so Voigt. Bisher gebe es lediglich „lockere Vorstöße“. Als Partner in Frage kämen „klassische Medienhäuser, aber ich kann mir auch ein Medienhaus wie Red Bull vorstellen“. Watson reüssierte in der Schweiz mit Boulevard a la BuzzFeed und bringt es dort inzwischen auf etwa eine Million Unique Clients pro Monat und über 150.000 am Tag. „Watson ist mehr eine Radioshow als ein Printmedium. Wir haben News und wir haben Musik. Unsere Musik ist Unterhaltung. So versuchen wir anders und einzigartig zu sein“, erklärte Voigt bei der fjum-Tagung in Wien. Von großer Bedeutung sei die Interaktion mit den Lesern. „Wenn es keine Reply-Möglichkeit gibt, dann erreichen sie auch keine Millennials“, sagte der Watson-Chef.

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Styria-Haus: Die Styria Media Group hat Donnerstagabend ihre neue Firmenzentrale in Graz feierlich eröffnet, die neben den Medien „Kleine Zeitung“ und Antenne Steiermark auch das Headquarter des Medienunternehmens beherbergt. „Das Gebäude ist natürlich ein Statement“, erklärte Styria-Aufsichtsratsvorsitzender Friedrich Santner. „Auch ein Statement dafür, dass Medien sehr wohl eine Zukunft haben, auch im Printbereich. Aber ein Medienkonzern muss auch ein Stück weit ein Technologiekonzern sein, um überleben zu können.“ Zufrieden über das Bau-Ergebnis zeigte sich auch Styria-Vorstand Markus Maier: „Wir haben einen hohen Anspruch, nicht nur baulich. Und wir müssen Sorge dafür tragen, dass dieses Haus auch in den Köpfen und Herzen der Mitarbeiter ankommt. Dieses Gebäude soll auch zeigen, dass wir unser klassisches Handwerk erweitern müssen, um zu überleben.“ „Kleine“-Chefredakteur Hubert Patterer, zitierte Darwin: „Jene Spezies, die am Besten auf Veränderungen reagiert, wird überleben.“ Herzstück des neuen Gebäudekomplexes am Gadollaplatz 1 ist der Newsroom, in dem die Redaktionen von „Kleine“ und Antenne Steiermark untergebracht sind. Auf einer Fläche von 3.200 Quadratmetern produzieren die Redaktionen der beiden Medien die Zeitung, Online-Content und Radiosendungen. Um den zentralen Newsdesk sind in Summe rund 220 Arbeitsplätze in verschiedenen redaktionellen Einheiten sowie Radio- und Video-Studios gruppiert.

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ORF-Newsroom: Der ORF holt sich für sein Projekt zum multimedialen Newsroom Kompetenz in Sachen „Investigativer Journalismus und Recherche Teams“. Der frühere „Spiegel“-Chefredakteur Georg Mascolo, der seit 2014 den neu geschaffenen Rechercheverbund NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ leitet, informiert kommenden Mittwoch in einem ORF-internen „Newsroom Gespräch“ mit Armin Wolf über das Thema und die „zunehmende Tendenz zur Kooperation“. Darüber hinaus geht es auch um neue Entwicklungen am Medienmarkt. Davor trifft sich am Montag und Dienstag das von ORF-Programmentwickler Stefan Ströbitzer geleitete Projektteam „Multimediales Arbeiten - Multimedialer Newsroom“ zu einer Klausur am Wiener Kahlenberg, um die bisherigen Ergebnisse der verschienenen Newsroom-Arbeitsgruppen zusammenzuführen und zu diskutieren. Der Multimediale Newsroom des ORF soll ab 2020 um die 400 Mitarbeiter aus Fernsehen, Radio und Online beheimaten, Baustart ist im Frühjahr 2017. Schon jetzt gibt es eine Reihe von crossmedialen Leitprojekten, bei denen erste Erfahrungen zur trimedialen Zusammenarbeit der ORF-Redaktionen gesammelt werden.

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fjum-Tagung: Innovative Medienkonzepte standen am Freitag im Mittelpunkt einer Tagung forum journalismus und medien wien (fjum). Medien brauchen in Zeiten des digitalen Umbruchs ein Alleinstellungsmerkmal, lautete dabei die zentrale Botschaft. „Online stehen wir mit der ganzen Welt im Wettbewerb. Die Frage ist daher, wie können wir einzigartigen Content generieren, damit die User zu uns kommen“, sagte Anita Zielina, Digital-Chefin der „Neuen Zürcher Zeitung“. Print einfach nur in die digitale Welt zu übertragen und dort gebündelt anzubieten, funktioniere nicht so gut. Die Optimierung der Auffindbarkeit via Google News sei zwar wichtig, aber auch keine nachhaltige Strategie. Letztlich gehe es vor allem um Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei den Usern, so Zielina. Klaus Weinmaier, Mitbegründer des Online-Portals derstandard.at und heute als Medienberater aktiv, empfahl die Fokussierung auf die Kernpunkte Storys/Thema, Zielgruppe, Storytelling/Format sowie Approach bzw. Zugang.