EU und Mexiko wollen Handelspakt nach TTIP-Vorbild

Brüssel (APA/dpa) - Die EU und Mexiko wollen ihr Partnerschaftsabkommen nach dem Vorbild des geplanten TTIP-Handelspakts mit den USA erweite...

Brüssel (APA/dpa) - Die EU und Mexiko wollen ihr Partnerschaftsabkommen nach dem Vorbild des geplanten TTIP-Handelspakts mit den USA erweitern. Das kündigte Mexikos Präsident Enrique Pena Nieto nach einem Gipfel mit EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionschef Jean-Claude am Freitag in Brüssel an. Die Verhandlungen sollen noch dieses Jahr beginnen.

Sein Land folge damit zwei seiner wichtigsten Partner, den USA und Kanada, sagte Pena Nieto: „Mexiko muss nachziehen.“ Mit den USA verhandelt die Europäische Union derzeit das Freihandelsabkommen TTIP, mit Kanada verständigte sie sich auf das CETA-Abkommen.

Tusk sagte, die Aktualisierung des Vertrags mit Mexiko solle zu mehr Handel und mehr politischer Kooperation führen. Laut EU-Diplomaten wäre es beispielsweise möglich, regionale Lebensmittel-Spezialitäten besser zu schützen als bisher. Außerdem sollen ausländische Investitionen erleichtert werden.

Das bisherige Mexiko-Abkommen aus dem Jahr 2000 hatte insbesondere den Austausch von Waren und Dienstleistungen vereinfacht. Der Handel zwischen den beiden Regionen hat sich nach EU-Angaben seither fast verdreifacht. Zu den wichtigsten Produkten im In- und Export gehören technische Geräte und Elektrogüter.