Jemen - Friedensgespräche um einen Tag auf Montag verschoben

Genf/Sanaa (APA/dpa/AFP) - Die Verhandlungen über einen Frieden im Jemen sind auf Montag verschoben worden. Das ursprünglich für Sonntag gep...

Genf/Sanaa (APA/dpa/AFP) - Die Verhandlungen über einen Frieden im Jemen sind auf Montag verschoben worden. Das ursprünglich für Sonntag geplante Treffen in Genf sei vertagt worden, weil eine der beiden Delegationen erst am Sonntagabend in der Schweiz eintreffen werde, teilte die UNO am Freitag mit.

An den Gesprächen unter UN-Vermittlung nehmen je sieben Vertreter der Houthi-Rebellen und des nach Saudi-Arabien geflohenen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi teil. Beide Seiten wollen in Genf erstmals seit Beginn der arabischen Militärintervention über einen Ausweg aus dem Konflikt beraten.

Im Jemen liefern sich die Houthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Armeeeinheiten seit Wochen heftige Kämpfe mit den Truppen und Milizen von Präsident Hadi. Seit dem Beginn der Kämpfe Mitte März wurden fast 2000 Menschen getötet und tausende weitere verletzt. Seit Ende März fliegt eine von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz Luftangriffe gegen die Houthi-Rebellen.

Die Regierung von Präsident Hadi, der seit März im Exil in Saudi-Arabien lebt, dämpfte allerdings im Vorfeld die Erwartungen an das Treffen. Sie sprach von einfachen „Konsultationen“, um die Mitte April beschlossene Resolution 2216 des UN-Sicherheitsrats umzusetzen. Diese bekräftigt die Legitimität Hadis, verhängt Sanktionen gegen die Rebellen und fordert deren Rückzug auf die Positionen vor Beginn des Konflikts im September 2014.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA563 2015-06-12/20:55