Gesellschaft

Kuh durfte wegen der Bilderberger-Konferenz nicht geborgen werden

© thomas boehm

Ein 16-jähriger Bauer wurde durch die Hörner einer Kuh verletzt. Eine abgestürzte Kuh durfte wegen Bilderberg nicht geborgen werden.

Feichten –Es war keine Kuhattacke im herkömmlichen Sinne, sondern ein Unfall mit einem Tier. Ein Bauer aus Feichten im Kaunertal wollte gestern Nachmittag mit seinem Sohn die Kühe auf die Weide bringen. Die Tiere wurden laut Polizei zu diesem Zweck in einen Anhänger verfrachtet. Als der Sohn ein Tier abladen wollte, dürfte dieses wegen der Lärms der nahen Straße erschrocken sein. Die Kuh riss den Kopf nach oben und fügte dabei dem Bauernsohn mit den Hörnern eine Fleischwunde am Oberarm zu. Der 16-Jährige wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Zams geflogen.

Er „versteht die Welt nicht mehr“, sagt der Sellrainer Bürgermeister Norbert Jordan. In Sellrain ist gestern eine Kuh in eine Schlucht gestürzt. Das kaum verletzte Tier konnte laut BM auch wegen der Unwetterschäden weder mit einem Fahrzeug, noch mit einer Seilwinde geborgen werden. „Daraufhin haben wir bei der Landeswarnzentrale eine Bergung mit dem Hubschrauber angefordert. Aber man hat einfach Nein gesagt.“ Das Nein bestätigt die Landeswarnzentrale: Weil Sellrain während G7 und Bilderberg in der Flugbeschränkungszone liegt, die die Austro Control verordnet hat, „dürfen bis heute 20 Uhr nur unbedingt notwendige Flüge stattfinden. Eine Lebendviehbergung kann daher nicht stattfinden“, heißt es aus dem Journaldienst. (wa)

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