Mindestens 39 Tote bei zwei Verkehrsunfällen in Indien
Neu-Delhi (APA/AFP) - Bei zwei schweren Verkehrsunfällen sind in Indien am Samstag mindestens 39 Menschen gestorben. Mindestens 22 Hindu-Pil...
Neu-Delhi (APA/AFP) - Bei zwei schweren Verkehrsunfällen sind in Indien am Samstag mindestens 39 Menschen gestorben. Mindestens 22 Hindu-Pilger kamen ums Leben, als ihr Bus im südöstlichen Bundesstaat Andhra Pradesh in einen Fluss stürzte. Beim Zusammenstoß eines Lastwagens mit zwei Traktoren in Uttar Pradesh in Nordindien wurden 17 Menschen getötet.
Die Unfälle werfen einmal mehr ein Schlaglicht auf die gefährlichen Verkehrsverhältnisse in dem Land. Der indische Straßenverkehr zählt zu den gefährlichsten der Welt. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben auf den Straßen des Landes jährlich mehr als 200.000 Menschen. Experten führen die hohe Opferzahl auf den schlechten Zustand der Straßen, die mangelhafte Wartung der Fahrzeuge und das unverantwortliche Verhalten der Fahrer zurück.
Der in Andhra Pradesh verunglückte Bus war auf der Rückfahrt vom berühmten Tirupati-Tirumala-Tempel, wie die Nachrichtenagentur PTI unter Berufung auf die Polizei berichtete. Demnach verlor der Fahrer offenbar auf einer Brücke die Kontrolle über sein Fahrzeug, das daraufhin in einen Fluss stürzte. Unter den Opfern waren auch sieben Kinder. Ein Polizeisprecher machte den Fahrer verantwortlich: „Es war einfach Unachtsamkeit und zu schnelles Fahren.“
Bei den 17 Todesopfern in Uttar Pradesh handelte es sich nach Angaben der Behörden hauptsächlich um Gläubige, die auf dem Weg zu einer Gebetszeremonie waren. Unter ihnen seien auch fünf Kinder. Zudem seien rund 30 Menschen verletzt worden. Das Unglück führte zu spontanen Protesten, unter anderem wurde die lokale Polizeistation mit Steine beworfen.
(NEU: Weiterer Unfall mit 17 Todesopfern, Zahl der Opfer bei Unglück von Pilgerbus erhöht)