Spaziergänger getötet: Zirkuselefant bekommt neues zu Hause
Indes fordert die Tierschutzorganistion „Vier Pfoten“ nach der tödlichen Attacke des ausgerissenen Zirkuselefanten auf einen Pensionisten ein Wildtierverbot für Wanderzirkusse.
Berlin – Die Elefantenkuh, die am Samstag in Baden-Württemberg einen 65 Jahre alten Spaziergänger getötet hat, bekommt im Serengeti-Park im niedersächsischen Hodenhagen ein neues Zuhause. „Wir können sie in einem Gehege halten“, sagte der Geschäftsführer des Parks, Fabrizio Sepe, am Sonntag.
Wie der 34 Jahre alte ausgerissene Zirkuselefant in Buchen im Odenwald aus seinem Zelt entkommen konnte, war nach wie vor unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt. „Wir wissen um die Umstände“, sagte Sepe über das Tier. Hier im Park könne man mit der Elefantenkuh vielleicht sogar Zuchterfolge haben. In jedem Fall werde sie sich bei dem Elefantenbullen im Park schnell beruhigen.
Zirkusse müssen Sicherheitskonzepte überdenken
Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ forderte unterdessen ein Wildtierverbot für Wanderzirkusse. „Bewegungsmangel und permanenter Stress führen häufig zu Verhaltensstörungen bei den Tieren, zu deren Folgen aggressives Verhalten gehört“, sagte der Wildtierexperte der Organisation, Thomas Pietsch, laut Mitteilung. In Zirkussen in Europa und Nordamerika seien seit 1980 mindestens 52 Menschen von Elefanten getötet und fast 150 teilweise schwer verletzt worden. Der tragische Unfall müsse für alle Zirkusse Anlass sein, ihre Sicherheitskonzepte zu überprüfen und über ein Auslaufen der Haltung gerade gefährlicher Wildtiere nachzudenken, gab der deutsche Experte zu bedenken. (APA/dpa)